Olympic

1910 · Ocean Liner on the Slipway · Werk 185 von 1.871

Olympic, 1910, Ocean Liner on the Slipway

The hull of Olympic standing on the slipway at Harland and Wolff, riveted shell plating and empty portholes, the Arrol gantry with travelling cranes straddling the ship, timber staging along her side.

Wofür es benutzt wurde
Erstes Schiff der Olympic-Klasse der White Star Line, gebaut bei Harland & Wolff in Belfast, Kiellegung im Dezember 1908, Stapellauf 20. Oktober 1910, Jungfernfahrt Southampton–New York am 14. Juni 1911. GG Archives nennt 1.054 Plätze erster, 510 zweiter und 1.020 dritter Klasse, 860 Mann Besatzung und Baukosten von 7,5 Millionen Dollar; auf der Jungfernfahrt verbrauchte sie 650 Tonnen Kohle in 24 Stunden bei 21,7 Knoten im Mittel. Im Ersten Weltkrieg war sie Truppentransporter: zwischen März und Dezember 1916 zehn Rundreisen Liverpool–Halifax, in dreieinhalb Jahren rund 72.000 Kanadier und insgesamt etwa 132.000 Soldaten, zeitweise mit 6.014 Mann Sollbelegung je Fahrt.
Was daran neu war
Neu war der Sprung in der Größe, nicht ein einzelnes Bauteil — und was danach an ihr verändert wurde, ist aufschlussreicher als das, was bei der Ablieferung neu war. Nach dem Untergang der Titanic erhielt sie zunächst 40 gebrauchte Faltboote von Truppentransportern, beim Umbau 1912/13 dann 64 hölzerne Rettungsboote, zu zweit übereinander auf dem Bootsdeck gestapelt; die Umbauten hoben ihre Vermessung auf 46.359 beziehungsweise 46.439 Tonnen — die beiden Angaben stammen aus zwei Quellen und lassen sich nicht zur Deckung bringen. In Halifax nannte man sie wegen der Regelmäßigkeit ihrer An- und Abfahrten Old Reliable, so die Fachzeitschrift Canadian Military History. Der Widerhaken: Das Schiff, dessen Sicherheitsausrüstung aus der Katastrophe der Schwester stammte, versenkte am 12. Mai 1918 im Rammstoß das deutsche U-Boot U 103 — zehn Mann der Besatzung starben, 35 überlebten.

Zum Weiterlesen