Herschel Forty Foot

1789 · Reflecting Telescope · Werk 201 von 1.871

Herschel Forty Foot, 1789, Reflecting Telescope

William Herschel's forty foot reflecting telescope at Slough, its wooden tube slung in a towering timber scaffold with ladders and winches, observing platform at the open mouth.

Wofür es benutzt wurde
William Herschel begann Ende 1785 mit dem Bau; das Teleskop stand im Garten seines Hauses in Slough bei Windsor. König Georg III. zahlte laut Royal Museums Greenwich insgesamt 4.000 Pfund. Das Teleskop sollte lichtschwächere Objekte zeigen als Herschels 20-Fuß-Instrument, mit dem er den Himmel systematisch absuchte. Herschel saß oben am Rohrende; seine Schwester Caroline notierte unten, was er durch ein Sprachrohr meldete. Am 28. August 1789 fand er damit den Saturnmond Enceladus, am 17. September Mimas. Für eine Durchmusterung eignete sich der Riese schlecht: Er war schwer zu bewegen, und der Spiegel lief schnell an. Die letzte Beobachtung datieren die Royal Museums Greenwich auf 1815.
Was daran neu war
Der Spiegel aus Spiegelmetall hatte 48 Zoll (1,22 m) polierte Fläche; kein Teleskop davor war so groß, und bis 1845 übertraf es keines. Wann es fertig war, ist Definitionssache: Den ersten Blick hindurch notierte Herschel am 19. Februar 1787, mit einem ersten Spiegel, der zu dünn geraten war. Als fertig zählte er es erst ab dem Mondfund vom 28. August 1789 mit dem zweiten Spiegel. Daher nennen Museen mal 1787, mal 1789. Nur: Mehr Öffnung brachte kaum mehr Ertrag. Beide neuen Monde seien auch mit dem 20-Fuß-Teleskop erreichbar, schrieb Herschel selbst. Die Royal Museums Greenwich nennen die Mondentdeckung die einzige Leistung des Instruments, und selbst die sei strittig.

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