Harrison's fourth timekeeper, a large silver pair cased watch with an enamel dial and pierced foliate balance cock, resting on velvet in the Board of Longitude trial room.
Wofür es benutzt wurde
H4, 1759 fertiggestellt und 1,45 kg schwer, war Harrisons Prüfstück für die Längengrad-Belohnung. Sein Sohn William nahm sie am 18. November 1761 auf der Deptford mit nach Jamaika, Ankunft am 19. Januar 1762; unterwegs sagte er damit Madeira früher voraus, als die Besatzung erwartete. Am 28. März 1764 lief die Tartar mit ihr zur zweiten Probefahrt nach Barbados aus. Ab Mai 1766 testete der Astronomer Royal Nevil Maskelyne sie zehn Monate in Greenwich, mit schwachem Ergebnis. Auf Cooks zweiter und dritter Reise fuhr nicht H4, sondern Larcum Kendalls Kopie K1 von 1769 – eine Kopie, die das Board nicht als Harrisons Nachbau gelten ließ.
Was daran neu war
In den 1750er Jahren galt die Taschenuhr nicht als Präzisionsinstrument. H4 sah aus wie eine große Taschenuhr, hatte aber eine große, schnelle Unruh und tickte fünfmal pro Sekunde. Bei der Ankunft in Jamaika ging sie laut National Maritime Museum 5,1 Sekunden nach; auf der Barbados-Fahrt errechnete man 39,2 Sekunden in 47 Tagen. Parallel reiften Monddistanzen und Jupitermonde als Konkurrenzverfahren; die Historikerin Rebekah Higgitt betont, die Uhr habe sich nur zusammen mit der Monddistanzen-Methode durchsetzen können. Das Board gab 1765 die Hälfte und verlangte Nachbauten; die volle Belohnung sprach es nie zu. 1773 bewilligte das Parlament Harrison per eigenem Gesetz 8.750 Pfund Sterling.