A Leyden jar on the demonstration table of a Dutch university cabinet, glass jar lined with foil and a brass rod through the cork, chain trailing to a globe machine.
Wofür es benutzt wurde
Die Flasche speicherte die Ladung einer Reibungselektrisiermaschine, die sonst schnell an die Luft verloren ging, besonders bei feuchtem Wetter. Pieter van Musschenbroek arbeitete damit an der Universität Leiden, zusammen mit Andreas Cunaeus. Die Flasche wurde rasch zum Standardgerät für Versuche und Vorführungen. Im April 1746 schickte Abbé Nollet vor König Ludwig XV. eine Entladung durch eine Kette von 180 Gardesoldaten. Benjamin Franklin untersuchte mit ihr die Elektrizität von Blitzen.
Was daran neu war
Nach Britannica konnte man mit der Flasche erstmals große Ladungsmengen speichern und bequem Funken und Schläge abgeben; eine Elektrisiermaschine lieferte vorher nur, was sie gerade erzeugte. Mindestens zwei kamen unabhängig darauf: Ewald Georg von Kleist in Pommern lud am 15. Oktober 1745 eine ähnliche Flasche auf, in Leiden gelang es Ende 1745 oder Anfang 1746. Musschenbroek berichtete am 20. Januar 1746 brieflich an Réaumur. Er wollte eigentlich Elektrizität im Wasser festhalten – gespeichert wird die Ladung aber zwischen innerem und äußerem Leiter, getrennt durch das Glas. Den Namen trägt die Flasche nach Leiden, obwohl Kleists Versuch älter ist.