A Ruhmkorff induction coil on the bench of its maker's Paris workshop, ebonite cylinder wound with fine wire between brass discharge posts, mercury interrupter and battery jars beside it.
Wofür es benutzt wurde
Heinrich Daniel Ruhmkorff, ein Instrumentenbauer aus Hannover, baute in seiner Pariser Werkstatt mit zeitweise bis zu 25 Arbeitern Induktionsspulen für Labore. Eine solche Spule machte aus dem Niederspannungsstrom einer Batterie Hochspannung. Damit erzeugte man lange Funken, zündete Sprengladungen und betrieb Geißler- und Crookes-Röhren; frühe Radiologen speisten damit ihre Röntgenröhren. Laut Nature erschien die Spule 1851 und erhielt auf der Weltausstellung 1855 eine Medaille. Belegte Funkenlängen für Ruhmkorffs eigene Spulen habe ich in keiner erreichbaren Quelle gefunden.
Was daran neu war
Ruhmkorff hat das Prinzip nicht erfunden. Nicholas Callan in Maynooth beschrieb 1836 eine Spule aus dickem und dünnem Draht auf einem Eisenkern mit Unterbrecher; Charles Page und J. H. Abbot bauten 1838 bis 1840 in den USA große Spulen. Ruhmkorffs Bauart verband mehrere Verbesserungen: eine sehr lange, lagenweise isolierte Sekundärwicklung, einen selbsttätigen Hammerunterbrecher und ab etwa Mitte der 1850er Jahre Fizeaus Kondensator von 1853. Trotzdem blieb der Name an ihm hängen. Die Encyclopaedia Britannica von 1911 hielt die Bezeichnung für unnötig; das Museum in Maynooth erklärt sie damit, dass die Hersteller ihre Spulen mit ihrem eigenen Namen versahen.