Crookes Maltese Cross

1879 · Cathode Ray Tube · Werk 225 von 1.871

Crookes Maltese Cross, 1879, Cathode Ray Tube

A Crookes tube clamped on a stand in a London laboratory: a sealed elongated glass tube of pear shape, a disc cathode sealed into the narrow end with a wire lead, a flat metal Maltese cross electrode standing upright inside the tube in the path of the rays, the wide end of the glass glowing with fluorescence and carrying the sharp dark shadow of the cross, mercury vacuum pump and induction coil connected behind by wires.

Wofür es benutzt wurde
William Crookes führte die Röhre am 22. August 1879 in Sheffield vor, in seinem Vortrag „On Radiant Matter“ vor der British Association for the Advancement of Science. In der Röhre stand ein Kreuz aus Aluminium. Die Strahlen von der negativen Elektrode wurden davon teilweise abgefangen, und sein Umriss erschien als Schatten auf dem leuchtenden Glas. So zeigte Crookes, dass Kathodenstrahlen sich geradlinig ausbreiten und von dünnem Metall aufgehalten werden. Den Unterdruck gab er mit etwa einem Millionstel Atmosphäre an. Später wurden solche Röhren als Lehrmittel in Serie gebaut, etwa von der Firma Otto Pressler.
Was daran neu war
Der Schatten selbst war nicht neu: Johann Wilhelm Hittorf hatte schon 1869 gezeigt, dass ein Körper in der Entladungsröhre einen Schatten wirft. Crookes fügte eine zweite Beobachtung hinzu. Nach längerem Betrieb leuchtete das Glas schwächer, er nannte es ermüdet. Klappte man das Kreuz um, erschien an derselben Stelle ein helles Kreuz, weil das zuvor beschattete Glas noch frisch war. Crookes deutete die Strahlen als Materie in einem vierten Zustand. Nach dem Röntgen-Biografen Otto Glasser (1953) fand Crookes verschleierte Fotoplatten in noch ungeöffneten Schachteln und beschwerte sich mehrmals beim Hersteller. Die Strahlung seiner eigenen Röhren, die das verursacht haben dürfte, erkannte er nicht.

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