Wurzburg Discharge Tube

1895 · X-Ray Apparatus · Werk 226 von 1.871

Wurzburg Discharge Tube, 1895, X-Ray Apparatus

Roentgen's discharge tube on a bench at the Wurzburg physical institute: an elongated glass vacuum tube with wire electrodes sealed through the glass, wires from the electrodes running to a large induction coil standing on the same bench, the whole glass tube wrapped closely in a sleeve of black cardboard that follows its shape, a small cardboard screen painted with barium platinocyanide on a stand and a photographic plate holder nearby, the room darkened.

Wofür es benutzt wurde
Mit dieser Röhre entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen im Physikalischen Institut der Universität Würzburg eine unbekannte Strahlung; zum ersten Mal beobachtete er sie am 8. November 1895. Laut Deutschem Röntgen-Museum bestand der Aufbau aus einer Hittorfschen Röhre in einem Holzgestell, einer Quecksilber-Vakuumpumpe und einem großen Ruhmkorffschen Induktor. Ein Schirm mit Bariumplatincyanür leuchtete im dunklen Raum bei jeder Entladung auf, auch in 2 Metern Entfernung. Am 22. Dezember 1895 nahm er die linke Hand seiner Frau Anna Bertha auf, mit Knochen und Ehering. Am 28. Dezember 1895 reichte er „Über eine neue Art von Strahlen“ bei der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft Würzburg ein.
Was daran neu war
Die Röhre selbst war nicht neu. Solche Entladungsröhren standen in vielen Laboren, und andere hatten damit schon Fotoplatten geschwärzt, ohne die Ursache zu erkennen. Nach Otto Glasser entstand in Philadelphia am 22. Februar 1890 bei Arthur W. Goodspeed versehentlich eine Röntgenaufnahme, die erst 1896 als solche erkannt wurde. Neu war, dass Röntgen eine Strahlung aus der Röhre als eigenständig erkannte, die Karton durchdrang und die Knochen einer lebenden Hand abbildete. Laut Universität Münster meldete Röntgen kein Patent an, und das Verfahren verbreitete sich deshalb schnell.

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