Liebig's five bulb potash apparatus mounted on a stand in a Giessen analysis room, a combustion tube in its charcoal trough running toward the row of glass bulbs.
Wofür es benutzt wurde
Mit dem Kaliapparat bestimmte Justus Liebig den Kohlenstoffgehalt organischer Stoffe. Die Probe wurde mit Kupferoxid in einem Glasrohr verbrannt, das Wasser in Calciumchlorid gebunden und das Kohlendioxid in Kalilauge in den fünf Glaskugeln des Apparats. Aus der Gewichtszunahme ergab sich der Kohlenstoff. Nach Drier und Jackson entstand der Apparat im Herbst 1830; Liebig veröffentlichte ihn 1831 in den Annalen der Physik. In Gießen arbeiteten Studenten in großer Zahl damit, und laut C&EN konnte Liebig so schneller Ergebnisse liefern als die Konkurrenz in Frankreich und England.
Was daran neu war
Verbrennungsanalysen gab es schon vorher, etwa bei Berzelius. Laut dem Chemiker Andrea Sella waren sie aber langsam, unzuverlässig und brauchten viel Substanz. Mit dem Kaliapparat reichte weniger als ein Gramm, und Kohlenstoff und Wasserstoff ließen sich in etwa einer Stunde genau bestimmen. Aus einer Arbeit für Spezialisten wurde ein Routineverfahren. An schwierigen Alkaloiden wie Morphin oder Chinin scheiterte Liebig damit laut der Historikerin Catherine Jackson trotzdem. Die American Chemical Society nahm den Apparat 1908 oder 1909 in ihr Emblem auf; die Quellen nennen beide Jahre.