Fraunhofer's prism spectrometer at Benediktbeuern, a flint glass prism on a divided circle with a small theodolite telescope aimed at a narrow slit in the shuttered window.
Wofür es benutzt wurde
In der optischen Glashütte, die Joseph von Utzschneider ab 1805 im Kloster Benediktbeuern aufbaute, prüfte Joseph Fraunhofer Glas für achromatische Fernrohrobjektive. Dafür experimentierte er zunächst mit Glasprismen. Die dunklen Linien im Sonnenspektrum dienten als feste Marken, um Brechzahl und Farbzerstreuung jeder Glassorte genau zu bestimmen. Er zählte 574 Linien unterschiedlicher Stärke und zeichnete sie. Die Beobachtungen stammen von 1814; die Abhandlung reichte er im April 1817 bei der Bayerischen Akademie ein, gedruckt in deren Denkschriften für 1814 und 1815.
Was daran neu war
Dunkle Linien hatte William Hyde Wollaston schon 1802 gesehen; Fraunhofer fand sie unabhängig davon neu. Was er konnte und Wollaston nicht: Er zählte und zeichnete Hunderte Linien, nutzte sie als feste Bezugspunkte und machte so die Brechung von Glas genau messbar statt nur schätzbar. Widerhaken: Ein Werkzeug der Qualitätskontrolle für eine Glashütte wurde zur Grundlage der Spektralanalyse. 1859 zeigten Kirchhoff und Bunsen, dass die dunklen Linien mit den hellen Linien erhitzter Gase übereinstimmen, womit sich die chemische Zusammensetzung der Sonne lesen ließ.