Ramsden's circular dividing engine in his Piccadilly workshop, a large toothed wheel on a spindle driven by a tangent screw and treadle, a blank instrument circle clamped for cutting.
Wofür es benutzt wurde
Mit der Maschine teilte Jesse Ramsden in seiner Londoner Werkstatt die Gradskalen von Oktanten und Sextanten für die Navigation. Ein Rad mit 2160 Zähnen wird von einer Schnecke gedreht; sechs Umdrehungen ergeben genau ein Grad, ein Teilstrich der Trommel zehn Bogensekunden (Ramsden, Description, 1777). Einen Sextanten konnte man so in etwa einer halben Stunde teilen. Das Board of Longitude zahlte Ramsden 615 Pfund: 300 als Belohnung, 315 dafür, dass er das Eigentum an der Maschine den Commissioners of Longitude zum Nutzen der Öffentlichkeit übertrug. Dafür musste er vom 28. Oktober 1775 bis 28. Oktober 1777 bis zu zehn Instrumentenbauer im Nachbau unterweisen und ihnen Instrumente zu festen Preisen teilen: 3 Shilling je Oktant, 6 Shilling je Messingsextant. Die Maschine von 1775 steht heute im Smithsonian NMAH; die Firma Knox & Shain in Philadelphia hatte sie von Ramsdens Nachfolgern gekauft.
Was daran neu war
Kreisteilmaschinen gab es schon vorher: Henry Hindley baute um 1739 eine, das älteste erhaltene Exemplar, 1762 in Florenz gebaut, soll dem Typ des Duc de Chaulnes folgen (Graces Guide). Ramsden verband Tempo mit Genauigkeit: Laut Graces Guide hatte seine erste Maschine (um 1766/67) Fehler bis zu drei Bogensekunden, für die zweite, dort auf Mitte 1774 datiert, wird weniger als eine Sekunde angegeben. Zur Anlage gehörte eine eigene Vorrichtung, mit der er die Schnecke herstellte; die Teilung des Rades prüfte er durch fortgesetzte Halbierungen. Der Widerhaken: Die 615 Pfund kauften nicht nur das Eigentum an der Maschine, sondern ihre Weitergabe. Ramsden musste sie offenlegen und Konkurrenten zu Festpreisen beliefern; laut Science Museum Group gab es in London später zehn bis zwölf Nachbauten seiner zweiten Konstruktion.