1889 · Steel Wheeled Motor Car · Werk 244 von 1.871
The Maybach Stahlradwagen on the exhibition floor of the Paris world fair, tubular steel wheels with solid rubber tyres, V-twin engine at the rear, four-speed sliding gear with exposed cogs.
Wofür es benutzt wurde
Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach bauten den leichten Vierradwagen in Cannstatt als Träger ihres neuen V-Motors und zeigten ihn im Oktober 1889 auf der Pariser Weltausstellung. Rahmen und Räder lieferte die Neckarsulmer Strickmaschinen-Fabrik AG, die spätere NSU; das Stahlrohr des Rahmens führte zugleich das Kühlwasser. Der Motor war als Universalantrieb für Straßen-, Schienen- und Wasserfahrzeuge gedacht. In Paris traf Daimler laut dem Blog der FFVE Émile Levassor und René Panhard, wahrscheinlich auch Armand Peugeot.
Was daran neu war
Neu war der Zweizylinder-V-Motor mit 17° Zylinderwinkel (DRP 50839, ausgegeben am 5. Februar 1890): 1,5 PS bei 600/min laut Mercedes-Benz-Archiv, andere Darstellungen nennen 700/min; Hubraum laut diesen 565 cm³. Dazu kam Maybachs Vierganggetriebe nur mit Zahnrädern, während Benz noch mit Riemen schaltete; im vierten Gang etwa 16 km/h. Der Widerhaken: Laut Mercedes-Benz-Archiv markiert die Pariser Vorstellung die Geburt der französischen Autoindustrie. Panhard & Levassor baute ab Oktober 1889 Daimler-Motoren in Lizenz, Peugeot baute ab 1890 Wagen mit diesen Motoren – bevor Daimlers eigene Firma im August 1892 ihr erstes Serienauto auslieferte.