The Daimler Phoenix outside the Cannstatt works, its Phoenix engine carried at the front under a short bonnet, tubular radiator coils ahead of the axle, chain drive, artillery spoked wheels.
Wofür es benutzt wurde
Die Phoenix-Wagen der Daimler-Motoren-Gesellschaft waren teure Privatwagen: Die 4-PS-Version kostete laut Mercedes-Benz-Archiv 9.400 bis 10.000 Mark, fast das Fünffache eines Benz Velo. Ein wichtiger Abnehmer war der Geschäftsmann Emil Jellinek in Nizza. Er verlangte 40 km/h, verkaufte Daimler-Wagen in der Oberschicht weiter – 1899 zehn, 1900 bereits 29 – und ließ sie an der Riviera Rennen fahren. Am 30. März 1900 verunglückte der Werksfahrer Wilhelm Bauer beim Bergrennen Nizza–La Turbie und starb am folgenden Tag. Die genauen Umstände sind laut Archiv nicht geklärt. Nach Darstellung von Mercedes-Benz gab der Unfall den Anstoß zum völlig neuen Mercedes 35 PS.
Was daran neu war
Mit dem Phoenix setzte Daimler den Motor vorn ein. Das war keine eigene Erfindung: Mercedes-Benz schreibt selbst, man habe das Konzept von Panhard & Levassor übernommen. Eigen war der Röhrenkühler von Wilhelm Maybach, zum Patent angemeldet am 24. Dezember 1897 (DRP 104 718), der im Phoenix erstmals eingebaut wurde. Im September 1898 erhielt Jellinek zwei Straßenwagen mit Vierzylinder, laut Hersteller die ersten der Welt. Wann Daimler auf den Frontmotor umstieg, gibt das Archiv selbst widersprüchlich an: 1897 auf der einen Seite, 1898 auf einer anderen.