1891 · Front Engine with Sliding Gear · Werk 249 von 1.871
A Panhard et Levassor Systeme Panhard on the Avenue d'Ivry in Paris, vertical Daimler V-twin at the front behind a coal scuttle panel, sliding gear box amidships, chains to rear wheels.
Wofür es benutzt wurde
Panhard & Levassor in Paris baute Wagen mit Daimler-Motoren, deren französische Lizenz die Firma besaß. Nach Angabe des Château de Compiègne fuhr Levassor am 31. Juli und 1. August 1891 mit dem zweiten, noch heckmotorigen Prototyp die 225 km von Paris nach Étretat, im Schnitt mit 10 km/h. Zwischen dem 30. Oktober und dem 4. Dezember 1891 lieferte die Firma sechs Wagen an französische Kunden. Den siebten Wagen, schon mit Frontmotor, kaufte im November 1891 ein Herr Bedel aus Trouville für 3.404 Franc. Im April 1892 nahm die Firma ihn für 4.750 Franc zurück und verkaufte ihn sofort für 5.000 Franc weiter – gebraucht war er mehr wert als neu.
Was daran neu war
Émile Levassor setzte den Motor vor den Fahrer statt unter ihn und ersetzte laut Britannica den üblichen Riemenantrieb durch ein Zahnradgetriebe, das über eine Kupplung verschiedene Übersetzungen zuließ. Das Science Museum beschreibt die Folge: Motor vorn, dahinter Kupplung, Getriebe in der Mitte, Antrieb auf die Hinterachse – das „système Panhard“. Britannica nennt die Wagen die ersten echten, wenn auch unfertigen Automobile. Die Daten sind uneinheitlich: Compiègne zeigt einen Wagen vom Juni 1891 noch mit Heckmotor und belegt Auslieferungen ab Oktober 1891, Britannica schreibt, der Wagen sei 1892 in den Verkauf gegangen.
Zusammenhänge
Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.