De Dion-Bouton Motordreirad

1897 · Motor Tricycle with High Speed Engine · Werk 253 von 1.871

De Dion-Bouton Motordreirad, 1897, Motor Tricycle with High Speed Engine

A De Dion-Bouton motor tricycle on an open road: a bicycle-type tubular frame with one steered wheel at the front under the handlebars and two wheels at the rear on a common axle, a small single-cylinder engine hung behind and below that rear axle between the two rear wheels, its finned cylinder upright and its exhaust pipe clearly visible, pedal cranks at the front as on a bicycle, the rider seated on a saddle above the pedals, three wheels touching the ground.

Wofür es benutzt wurde
Das Dreirad von De Dion-Bouton war das Fahrzeug der ersten motorisierten Einzelnen: Laut Louwman Museum war es ein Verkaufsschlager, auch weil die französische Armee eine größere Bestellung aufgab. Das Science Museum zeigt einen 1898 in Coventry gebauten Nachbau; solche Dreiräder fuhren laut Museum etwa 20 Meilen pro Stunde, eines im Rennen Paris–Bordeaux 1899 im Schnitt 28. Bis zum Produktionsende 1905 wurden laut RM Sotheby's über 15.000 gebaut; den Verkaufsstart datiert RM Sotheby's auf 1897, Grace's Guide auf 1896. Die Firma hatte zuvor Dampfwagen gebaut. Ihr Dampfingenieur Charles Trépardoux verließ sie laut Grace's Guide 1894, weil er nicht an den Verbrennungsmotor glaubte.
Was daran neu war
Neu war der Motor von Georges Bouton: klein, leicht und schnelllaufend, mit elektrischer Zündung. Laut Louwman Museum musste Bouton die Zündung eigens dafür entwickeln. Die Drehzahl ist strittig: Die Angaben reichen von rund 2.000 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute; The Henry Ford nennt rund 2.000 und schreibt, es sei „vielleicht“ der erste schnelllaufende leichte Verbrennungsmotor gewesen. Der Motor wurde wichtiger als das Dreirad: Grace's Guide schätzt, dass rund 150 Marken ihn verwendeten, darunter Renault für seinen Type A.

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