L'Eclair

1895 · Racing Car with Pneumatic Tyres · Werk 275 von 1.871

L'Eclair, 1895, Racing Car with Pneumatic Tyres

The Michelin brothers' car L'Eclair on the Paris to Bordeaux route, the first pneumatic tyres fitted to a motor car, wandering track across the road, spare tyres and pumps stacked behind the seats.

Wofür es benutzt wurde
André und Édouard Michelin richteten für Paris-Bordeaux-Paris 1895 drei Wagen her; zwei fielen vor dem Start aus. Der dritte war ein Peugeot Type 5, dessen Motor mit 2,5 PS durch einen Daimler-Bootsmotor mit 4 PS ersetzt wurde, der hinten überhing. Mit Werkzeugkiste und Ersatzteilen wog der Wagen knapp 1.160 Kilogramm: eine rollende Reifenwerkstatt. Drei Wochen vor dem Start versagten nach einem Radwechsel die Bremsen, der Wagen fuhr gegen einen Telegrafenmast und brannte; die angeheuerten Fahrer weigerten sich danach, also fuhren die Brüder selbst. Die Zeitkontrolle in Tours passierten sie am 12. Juni um 21.38 Uhr, Bordeaux am 13. Juni um 12.45 Uhr mit über 24 Stunden Rückstand, Paris am 15. Juni um 19.50 Uhr als Zehnte und Letzte. Sie kamen an und wurden nicht gewertet, weil das Reglement höchstens 100 Stunden erlaubte. Peugeot bot Luftreifen schon ab 1896 als Extra an.
Was daran neu war
Nicht der Luftreifen: den gab es seit Dunlops Fahrradreifen von 1888, aber aufgeklebt, sodass ein Wechsel lange dauerte, weil der Leim trocknen musste. Michelins Neuerung war die Abnehmbarkeit; nach Darstellung von L'Aventure Peugeot verlangte Édouard Michelin von seinem Ingenieur eine Befestigung, die sich in einer Viertelstunde lösen lasse. Damit gewann Charles Terront 1891 Paris-Brest-Paris, 1.200 Kilometer, nach Angabe von L'Aventure Michelin in 72 Stunden. Am Automobil war neu, dass Luft federte, wo die Konkurrenz auf Eisenreifen oder bestenfalls Vollgummi fuhr. Der Name kommt nicht vom Tempo: der hinten überhängende Motor entlastete die Vorderachse, der Wagen lief im Zickzack, und daher heißt er Blitz. Die oft genannte Zahl der Reifenpannen, 22 oder über 50, ließ sich bei Michelin, bei Peugeot, bei Hagerty und in den Museen nicht bestätigen: keine dieser Quellen nennt überhaupt eine Zahl.

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