La Jamais Contente

1899 · Electric Record Car · Werk 277 von 1.871

La Jamais Contente, 1899, Electric Record Car

La Jamais Contente on the road at Acheres, torpedo shaped light alloy shell on tall wheels, driver sitting high above the body, two electric motors driving the rear axle directly.

Wofür es benutzt wurde
Kein Gebrauchswagen, sondern ein Rekordgerät und Werbeträger für Camille Jenatzys eigenes Geschäft: seine Compagnie Générale des Transports Automobiles baute und verkaufte elektrische Fiaker und Nutzfahrzeuge. Die Karosserie aus Partinium entstand nach Angabe des Château de Compiègne bei Léon Auscher zusammen mit Edmond Rheims, die Batterien lieferte Fulmen, die Reifen Michelin. Die Brüsseler Museumsseite Museums in the Park nennt für die Fahrt in Achères am 29. April 1899 105,88 km/h; das Museum in Compiègne gibt nur 1899 an und nennt die Maße 3,60 × 1,58 × 1,35 m. Gewicht und Leistung sind strittig: 750 kg und rund 68 PS bei Museums in the Park, 1.100 kg und rund 55 PS bei l'Automobile Ancienne. Ins Museum kam der Wagen 1933 - als Schenkung von Fulmen und der Witwe Jenatzy, also vom Batterielieferanten, dessen Produkt fast die Hälfte des Gewichts ausmachte.
Was daran neu war
Weder das erste Elektroauto noch der erste Landrekord: Gaston de Chasseloup-Laubat hielt ihn mit einem elektrischen Jeantaud mehrfach und tauschte ihn in denselben Monaten mit Jenatzy hin und her. Neu war die Zusammenstellung - stromlinienförmiger Torpedoaufbau aus der leichten Aluminiumlegierung Partinium, gleich große Räder, zwei Motoren direkt an der Hinterachse. Das besitzende Museum formuliert den Anspruch selbst eng: "première automobile à être chronométrée en 1899 au-delà de ce même cap symbolique des 100 km/h". Dazu gehört, dass ein Versuch am 31. März 1899 nicht homologiert wurde, weil der Anlauf um 200 Meter abwich - der Rekord kam erst im zweiten Anlauf zustande.

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