Maybach's float feed spray carburettor opened on a Cannstatt workbench, brass float chamber, needle jet and throttle flap, a short intake pipe joining it to a Phoenix engine cylinder.
Wofür es benutzt wurde
Wilhelm Maybach arbeitete 1893 nicht bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Seit Oktober 1892 hatte er auf Gottlieb Daimlers Kosten den Saal des stillgelegten Hotels Hermann in Cannstatt gemietet und dort nach Angabe des Mercedes-Benz-Konzernarchivs mit zwölf Arbeitern und fünf Lehrlingen weitergebaut; der Vergaser gehört in diese Werkstatt. Woran er zuerst lief, sagen die Quellen unterschiedlich: die Neue Deutsche Biographie nennt einen stehenden 3,5-PS-Motor für stationären Betrieb, das Konzernarchiv führt ihn auf seiner Seite zum Riemenwagen als weiteres Ergebnis dieser Werkstatt, von dem ab 1895 bei der DMG rund 150 Stück gebaut wurden. Maybach selbst wurde nach dem Tod Max von Duttenhofers im August 1903 als Technischer Direktor abgelöst, in ein "Erfinderbüro" abseits der Entwicklung gesetzt und verließ die DMG im April 1907.
Was daran neu war
Der Unterschied ist der Wechsel des Prinzips: beim Oberflächenvergaser strich die Luft über einen Benzinvorrat und nahm auf, was verdampfte, beim Spritzdüsenvergaser reißt der Unterdruck an einer Verengung des Ansaugkanals den Kraftstoff aus einer Düse und zerstäubt ihn, so dass fortlaufend alle Bestandteile erfasst werden und kein Rückstand bleibt. Wer zuerst war, ist ungeklärt: Donát Bánki und János Csonka meldeten am 11. Februar 1893 in Budapest an, ein halbes Jahr vor Maybachs französischer Anmeldung vom 17. August 1893. Belegt ist nur, welche Bauform sich durchsetzte; die Patentliste der Neuen Deutschen Biographie führt für den Spritzdüsenvergaser ein französisches und ein britisches Patent von 1893, ein deutsches nicht.