Bosch Magnetzuendung

1897 · Low Tension Magneto Ignition · Werk 279 von 1.871

Bosch Magnetzuendung, 1897, Low Tension Magneto Ignition

A low voltage magneto clamped to a De Dion single-cylinder tricycle engine standing on a Stuttgart workbench, the small finned engine cylinder upright, the magneto beside it a compact assembly with an armature oscillating between magnet poles, a contact breaker lever, wires running to the cylinder, hand tools around on the bench, the room lit by daylight from the window and an oil lamp.

Wofür es benutzt wurde
Bis 1897 saßen Boschs Magnetzünder an stationären Motoren, die in Fabriken und Mühlen fest eingebaut waren. Den Schritt ins Fahrzeug bestellte ein Kunde: im Oktober 1897 trat der englische Ingenieur Frederick Richard Simms, Mitglied im Aufsichtsrat der Daimler-Motoren-Gesellschaft, an Bosch heran und bestellte drei Magnetzünder für den Motor eines Dreirads von De Dion-Bouton; die Versuchsreihe im November glückte. Die erste Probefahrt wagte nach Boschs eigener Darstellung nur der Lehrling und spätere Vorstand Max Rall, und sie endete in den leeren Weinfässern der Nachbarschaft. Aus diesem Geschäft wurde der Weltkonzern - und Bosch ersetzte sein eigenes Erfolgsprodukt selbst: 1925 stellte das Unternehmen die billigere Batteriezündung vor, und 1931 hatten 46 von 55 deutschen Autotypen sie.
Was daran neu war
Jede Stufe hat ihre eigene Neuerung, und keine ist die Erfindung der Zündung. 1887 baute Bosch einen Deutzer Magnetzünder nach - die Deutzer Bauart war nicht geschützt - und ersetzte die schweren Stabmagnete durch kleinere U-förmige. Der Schritt von 1897 war ein anderer: statt des schweren Ankers pendelt nur eine leichte Hülse um ihn, und damit fiel die Trägheitsgrenze, die das Gerät an Stationärmotoren mit etwa 120, höchstens 200 bis 300 Umdrehungen in der Minute gebunden hatte - Fahrzeugmotoren liefen über 1.000, und am De-Dion-Dreirad ergab die Messung nach Boschs eigener Darstellung etwa 1.800. Wann Arnold Zähringer das löste, ist strittig: 1896 nach der Fachpresse, nach Boschs eigenem Geschichtsmagazin erst als Reaktion auf die Messung von 1897. Die Hochspannungszündung mit Zündkerze kam erst 1902 von Gottlob Honold.

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