Thorp Ring Frame

1828 · Ring Spinning Frame · Werk 293 von 1.871

Thorp Ring Frame, 1828, Ring Spinning Frame

John Thorp's ring spinning frame in a Rhode Island mill, travellers circling the rings on the lifting rail while bobbins spin, a creel of roving bobbins ranged above.

Wofür es benutzt wurde
Kontinuierliches Spinnen von Baumwollgarn, in den Vereinigten Staaten von Anfang an fast nur für Kettgarn. US-Patent X5,322, erteilt am 31. Dezember 1828 an John Thorp in Providence, Rhode Island. Die Patentschrift selbst verbrannte beim Brand des Patentamts im Dezember 1836; überliefert sind die Zeichnung und der Abdruck der Beschreibung im Journal of the Franklin Institute vom Juli 1829. In Amerika verdrängte der Ring die Mule langsam: nach den Zensuszahlen, die Copeland 1912 zusammenstellt, standen 1870 3,7 Millionen Ring- gegen 3,4 Millionen Mule-Spindeln, 1905 aber 17,9 gegen 5,2 Millionen. In England war es umgekehrt: 1909 zählte der Verband der Spinnereibesitzer dort 39,8 Millionen Mule- und 7,9 Millionen Ringspindeln.
Was daran neu war
Die Maschine spann kontinuierlich ohne Flügel. An seine Stelle trat ein Ring, der lose in einer Nut liegt und dem Garnzug nachgeben kann; die Reibung, die er dabei erfährt, erzeugt die Aufwindespannung. Wichtig für die Zuschreibungsfrage: In der 1829 gedruckten Beschreibung kommt kein Läufer vor, das Garn läuft auf der Ringoberfläche um. Der C-förmige Stahldrahtläufer, der die Ringspinnmaschine praktikabel machte, steht dort nicht; nach der Denkmalbehörde von Rhode Island nennt Thorps zweites Patent von 1844 einen umlaufenden Haken, und Nathan Place Hicks stellte ab 1854 Läufer gleichmäßiger Güte her. Wer zuerst war, ist in der Fachliteratur nicht entschieden: das Patentregister nennt Thorp und den 31. Dezember 1828, Evan Leigh schrieb 1875 die Erfindung einem Mr. Jencks aus Pawtucket zu, und Copeland nennt 1912 an einer Stelle Mr. Jenks um 1830, an anderer ohne Namen das Jahr 1831.

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