1845 · Cotton Combing Machine · Werk 294 von 1.871
Josue Heilmann's cotton combing machine in an Alsatian mill, the half-lap cylinder gripping a fringe of fibre while the top comb clears short ends into a waste tray.
Wofür es benutzt wurde
Kämmen von Baumwolle für Feingarn. Die Maschine entstand in den Werkstätten von Nicolas Schlumberger & Cie in Guebwiller; der Hersteller datiert die Patentanmeldung auf 1843 und die erste gebaute Kämmmaschine auf 1846. In England erschien sie auf der Weltausstellung 1851; kurz darauf kaufte eine Patent Combing Company in Manchester das Baumwollpatent für 30.000 Pfund, und John Hetherington and Sons wurde alleiniger Maschinenbauer. Zunächst hielt man sie nur für Garnnummern feiner als 200 für anwendbar, bald für 120, später auch für Nähzwirn der Nummern 50 bis 80. Nach dem Bericht des Herstellers, bei Leigh schon 1873 gedruckt, liefen über 1.600 Maschinen, jede mit 120 bis 200 Pfund gekämmter Baumwolle in der Woche.
Was daran neu war
Sie nahm nicht nur Neps und Schmutz heraus, wie die Karde, sondern zog die kurzen Fasern aus dem Band. Der Kniff: die Faser wird zuerst am hinteren Ende gehalten und vorn gekämmt, dann fährt ein zweiter Kamm ein und das hintere Ende wird durch ihn hindurchgezogen, so dass jede Faser an beiden Enden gekämmt wird. Da vor dem Kämmen kardiert werden musste, ersetzte sie die Karde nie, nur die Finisher-Karde bei Feingarn. Thornley schreibt 1902, es habe zahllose Versuche gegeben, sie abzulösen, doch sei fraglich, ob in England außer einfachen und doppelten Heilmann-Kämmern noch ein anderer Baumwollkämmer arbeite, und die Maschine sei in ihren wesentlichen Zügen seit ihrer Einführung kaum verändert worden. Die Jahreszahl 1845 findet sich in den französischen Quellen nicht; der Hersteller nennt 1843 für die Anmeldung und 1846 für die erste Maschine, die Société Industrielle de Mulhouse 1843 für die Maschine selbst.