Thimonnier Stitcher

1830 · Chain Stitch Sewing Machine · Werk 308 von 1.871

Thimonnier Stitcher, 1830, Chain Stitch Sewing Machine

Barthelemy Thimonnier's sewing machine in a Paris uniform workshop, a machine built of wood, a wooden frame and arm carrying a hooked barbed needle that passes down through the cloth and pulls the thread up into a loop, driven by foot treadle and overhead cord, chain stitching army cloth, the operator in a linen shirt, waistcoat, neckcloth and cloth cap of a working tailor, the room lit by daylight from tall windows and by candles.

Wofür es benutzt wurde
Barthélemy Thimonnier, Schneider aus Amplepuis, ließ 1830 eine hölzerne Nähmaschine patentieren. Das Science Museum hält fest, dass Thimonnier bis 1830 achtzig Maschinen in einer Pariser Werkstatt in Arbeit hatte, die Armeebekleidung nähte; Encyclopaedia Universalis und Britannica nennen dieselbe Zahl und denselben Zweck. Das Musée des arts et métiers bezeichnet die Werkstatt als erste Werkstatt maschineller Konfektion. Löhne, Stückzahlen an Uniformen und der Preis der Maschine sind nicht belegt. 1831 verwüstete ein Auflauf von Schneidern die Werkstatt - Britannica spricht von rund zweihundert Aufrührern, die um ihr Gewerbe fürchteten. Zerstört wurde die Maschine von genau dem Gewerbe, dessen Erzeugnis sie nähte; Thimonnier starb 1857 verarmt.
Was daran neu war
Die Maschine führte den Kettenstich der Tambourstickerei mechanisch aus: Eine Hakennadel zog den Faden von einer Spule unter dem Tisch durch den Stoff und legte die Masche oben ab, fortlaufend, wo zuvor von Hand gestickt wurde. Sie arbeitete mit einem Faden, und daran lag ihre Grenze, denn der Einfaden-Kettenstich kann sich auftrennen; Elias Howes Doppelsteppstich von 1846 arbeitet mit zwei Fäden. Wer zuerst war, hängt daran, welche Formulierung man nimmt: Das Science Museum sagt vorsichtig, Thimonnier sei der erste gewesen, der praktischen Erfolg erzielte, und damit gerade nicht der erste Erfinder, während andere Museen ihn direkt als Erbauer der ersten brauchbaren Nähmaschine führen.

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