Tennant Bleach Works

1799 · Chloride of Lime Bleaching · Werk 312 von 1.871

Tennant Bleach Works, 1799, Chloride of Lime Bleaching

Charles Tennant's bleaching powder works at St Rollox, chambers of slaked lime taking up chlorine, casks filled beside vats where cloth soaks instead of lying on grass crofts.

Wofür es benutzt wurde
Charles Tennant, im Patentverzeichnis als Bleicher in Darnley bei Glasgow geführt, stellte im Werk St Rollox Chlorkalk her, für Bleichereien und Kattundruckereien. John R. R. Christie beziffert den Ausstoß auf 50 Tonnen im ersten Jahr und annähernd 10.000 Tonnen um 1870, die Belegschaft auf mindestens 500 in den 1830er und mindestens 1.500 in den 1860er Jahren. Baines führt 1835 als gewöhnlichen Vorgang an, dass ein Bleicher in Lancashire an einem Dienstag 1.400 Stück grauen Musselin annahm und sie am folgenden Donnerstag gebleicht sechzehn Meilen weit zurücklieferte. Was blieb, war die Halde: Nach dem Hunterian fielen je Tonne Soda rund zwei Tonnen Rückstand an, über ein Jahrhundert mehr als hundert Acre bis zu 24 Meter tief. Nach Angaben des Unternehmens, das die inzwischen abgeschlossene Sanierung in Sighthill ausführte, hatte das Werk knapp eine Million Kubikmeter dieses Materials hinterlassen.
Was daran neu war
Die Rasenbleiche brauchte nach Baines sechs bis acht Monate: Einweichen in Aschenlauge und wochenlanges Auslegen auf der Wiese im Wechsel, fünf- bis sechsmal, danach Einlegen in Sauermilch. Berthollets Chlor, ab 1785 bekannt und 1786 von Watt nach Glasgow gebracht, verkürzte das von Monaten auf Tage oder gar Stunden, war aber ätzend und als Flüssigkeit schlecht zu lagern und zu versenden; Tennants Patent Nr. 2312, erteilt am 30. April 1799, beschreibt die oxygenierten Muriate in trockener, ungelöster, pulvriger Form, und damit wurde aus dem Bleichmittel eine Handelsware. Wer das Trockenverfahren erfand, ist strittig: Der Biographical Memoir of the Late Charles Macintosh, Glasgow 1847, berichtet, Macintosh habe für sich in Anspruch genommen, nicht Tennant sei der Erfinder gewesen. Das ältere Laugenpatent von 1798 fiel 1802, weil sich der Gebrauch von Kalk beim Bleichen schon vor dem Patent nachweisen ließ.

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