Malakowturm Zeche Hannover

1857 · Brick Malakoff Tower · Werk 321 von 1.871

Malakowturm Zeche Hannover, 1857, Brick Malakoff Tower

The castellated brick Malakow tower of Zeche Hannover in Bochum, a massive square tower of brick with corner turrets, battlements and pointed windows, the winding sheaves mounted inside the top of the tower directly over the shaft, the ropes running out from the tower to the engine house beside it, open wooden coal wagons standing on the yard tracks below, the yard lit by daylight only, miners in cloth caps and pit clothes crossing the yard.

Wofür es benutzt wurde
Der Malakowturm über Schacht 1 der Zeche Hannover in Bochum-Hordel trug die Seilscheiben und umschloss den Schachtführungsstuhl in einem einzigen Mauerwerkskörper. 1872 kaufte Alfred Krupp die Zeche, um seine Gussstahlfabrik mit Kohle zu versorgen; 1905 arbeiteten auf Hannover 1 und 2 rund 2.400 Bergleute. Die Schachttiefe wird mit 739 bis 750 Metern angegeben, die höchste Jahresförderung mit 1.771.326 Tonnen im Jahr 1965; 1973 wurde die Zeche als letztes Bochumer Bergwerk stillgelegt. Die Datierung ist strittig, und der Landschaftsverband widerspricht sich selbst: Die Museumsseite nennt 1857, das eigene Faltblatt 1854 als Gründungsjahr, KuLaDig datiert das Abteufen auf 1859/60. Die Mauerstärke nennt keine der geprüften Quellen; für den Zwillingsturm über Schacht 2 gibt ruhrzechenaus.de rund 31 Meter an.
Was daran neu war
Eisenkonstruktionen konnten zur Bauzeit die auftretenden Kräfte noch nicht aufnehmen; der massive gemauerte Turm nahm die Zugkräfte aus dem Schrägzug der Seile auf und trug zugleich die Seilscheiben. Der Name kam vom Malakow-Fort bei Sewastopol, das im September 1855 fiel, in die Fachliteratur eingeführt wurde er allerdings erst 1928 durch Carl Koschwitz; im Volksmund hießen die Türme schon vorher so. Überholt war die Bauweise schnell. Nach den Tragwerksplanern der Sanierung wurde sie um 1880 hinfällig, sobald der Stahlbau leistungsfähig genug war. Der Turm stand danach noch fast hundert Jahre im Förderbetrieb, und als 1979 die Anlage abgebrochen wurde, blieben nur er mit der Maschinenhalle und das Grubenlüftergebäude als Industriedenkmal stehen.

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