A Tomson bock headframe of braced timber beams leaning over a Ruhr coal shaft, its single sheave wheel carrying the flat wire rope down to a wooden cage at the collar.
Wofür es benutzt wurde
Eugen Tomson, belgischer Ingenieur und ab 1882 Direktor der Zeche Gneisenau in Dortmund-Derne, legte 1885 Entwürfe für ein stählernes Fördergerüst vor und ließ es 1886 erstmals über Schacht 1 seiner eigenen Zeche aufstellen. Das einzige erhaltene Exemplar steht auf Schacht 2 derselben Zeche, ist ebenfalls von 1886 und seit 1989 Denkmal; das LWL nennt es das älteste stählerne Fördergerüst des Reviers. Zur Blütezeit des Bergbaus waren nach Angabe der Stiftung Industriedenkmalpflege mehr als 100 dieser Gerüste im Einsatz. Heute steht eines.
Was daran neu war
Tomson erfand nichts von Grund auf. Nach Darstellung des LWL nahm er den sogenannten Englischen Bock zum Vorbild und machte die Konstruktion solider, während er gleichzeitig den Zugang zum Schacht erleichterte. Die Frage ist hier also nicht, wer zuerst war, sondern was an einem vorhandenen Typ verbessert wurde. Der Widerhaken liegt in der Logik des Leichtbaus: weniger Masse für dieselbe Last. Nach Tomsons Tod 1905 ersetzte das leichtere Deutsche Strebengerüst den Tomson-Bock bis 1914 nach und nach. Das eine erhaltene Gerüst ist nicht das beste, sondern das, das nicht ersetzt wurde.