Friedrich Koepe's driving sheave at Zeche Hannover in Bochum, a single grooved wheel gripping one endless rope with counterweight, replacing the drum in the colliery engine house.
Wofür es benutzt wurde
Friedrich Koepe war technischer Direktor der Zeche Hannover in Hordel bei Bochum. Dort wurde eine alte einzylindrige Fördermaschine nach seiner Idee umgebaut; ein Flugblatt von M. Neuerburg aus Köln vom 5. Januar 1878 beschreibt die Anlage und nennt die Zahlen. Die Maschine war auf Schacht I seit dem 3. September 1877 in Betrieb, die Teufe betrug 234 Meter, die tägliche Förderung 14.000 Zentner in einer Schicht von acht Stunden. Je Zug hob sie 40 Zentner Kohle - so viel wie vorher, aber mit 10 statt 18 Umdrehungen der Maschine, weshalb der Dampfverbrauch nach Neuerburg im Verhältnis 10 zu 18 zum früheren stand. Das Patent DE 218 wurde am 31. Juli 1877 angemeldet und gilt ab dem 1. August 1877.
Was daran neu war
Das Seil wird nicht mehr auf eine Trommel gewickelt, sondern läuft reibschlüssig über eine Scheibe, mit Förderkörben an beiden Enden im Gegenzug; Anspruch 1 der Patentschrift DE 218 beansprucht genau das - eine Scheibe mit einem einzigen darüber gelegten Seil, bewegt durch Reibung an ihrem Umfang. Der Unterschied im selben Satz: eine Trommel muss mit der Teufe mitwachsen, weil sie das ganze Seil aufnimmt, eine Treibscheibe bleibt gleich groß, wie tief der Schacht auch wird. Der Widerhaken kommt vom eigenen Arbeitgeber. Nach Darstellung des Historischen Vereins Herne/Wanne-Eickel urteilte eine Krupp-Kommission, das Seil werde durchrutschen - also genau die Reibung, auf der das Verfahren beruht. Nach der NDB lehnte Krupp die Patentnahme ab, Koepe ließ das Patent auf seinen eigenen Namen erteilen, und Krupp forderte 1879 die Patentschrift an und ließ das Patent dann verfallen.