1840 · Safety Lamp with Sheet Metal Chimney · Werk 336 von 1.871
A Mueseler safety lamp in a Belgian coal gallery, its sheet metal chimney standing inside the gauze above a glass ring, the brass base carried by a miner's leather belt hook.
Wofür es benutzt wurde
Die Lampe des Lütticher Bergingenieurs Mathieu Mueseler war im belgischen Kohlenbergbau vorgeschrieben. Nach der allgemeinen Bergpolizeiverordnung vom 28. April 1884 durften Gruben der zweiten und dritten Kategorie, mit einer Ausnahme, nur Lampen der Bauart Mueseler verwenden, und zwar mit reinem Pflanzenöl gespeist; das Museum Blegny-Mine nennt als Entwurfsjahr 1840. Eine niederländische Sammlerseite nennt schon für 1864 eine Vorschrift der Regierung Rogier, ohne Aktenbeleg. Einen Eingriff zeigt ein Exemplar des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, hergestellt 1901 von Cosset-Dubrulle in Lille: die Vorrichtung, die ein Öffnen nur im gelöschten Zustand erlaubt, fehlt, und der Verschlussstift ist abgefeilt - laut Museum möglicherweise bewusst, weil die Lampe stattdessen mit einem Nietplombenverschluss verschlossen wurde.
Was daran neu war
Kein neues Prinzip, sondern ein Zusatz: die Encyclopaedia Britannica von 1877 beschreibt die Lampe als Form der Clanny-Lampe mit einem kegelförmigen Schornstein über der Flamme, der einen raschen Zug erzeugt und den Glaszylinder besser kühlt. Was sie konnte: bei explosiv werdendem Gemisch erlosch sie, statt zu zünden. Der Widerhaken kommt aus der belgischen Bergverwaltung selbst. Victor Watteyne schrieb 1904 in den Annales des mines de Belgique, es sei nun anerkannt, dass in solchen Strömungen die Flamme der Mueseler-Lampe fast sofort in das obere Drahtnetz übertrete und bei raschem Strom die Entzündung einer schlagwetterhaltigen Atmosphäre dann eine Sache von Sekunden sei. Sicher war die Lampe bei waagerechtem Luftzug, nicht bei schrägem oder senkrechtem - unter Tage häufig und die Erklärung für Entzündungen beim Fallen einer Lampe. Ihr zugerechnet werden konnten: Escouffiaux 1887 mit 35, Anderlues 1892 mit 160 und Crachet-Picquery 1898 mit 16 Opfern. 1904 fiel die Vorschrift.