Wolf Benzinlampe

1884 · Petrol Safety Lamp with Magnetic Lock · Werk 337 von 1.871

Wolf Benzinlampe, 1884, Petrol Safety Lamp with Magnetic Lock

A Friemann and Wolf benzine safety lamp from Zwickau, its magnetic lock, bonnet and thick glass around the wick, set on a bench in the colliery lamp room among numbered lamps.

Wofür es benutzt wurde
Benzin-Sicherheitslampe für den Steinkohlenbergbau, gebaut von Friemann & Wolf in Zwickau. Sie leuchtete dem Hauer am Arbeitsort und war gleichzeitig sein Gasprüfgerät: bei Methan stand über der Flamme eine Kappe, Flackern und Erlöschen zeigten höhere Konzentrationen an. Das Museum Priesterhäuser Zwickau beschreibt das Gerät mit doppeltem Drahtkorb und innen liegender Zündvorrichtung, die das erneute Anzünden ohne Öffnen der Lampe erlaubte; öffnen ließ sich die Lampe nur über Tage. Nach einer Zusammenstellung, die sich auf Heise/Herbst/Fritzsche, Bergbaukunde (1938), stützt, waren 1899 in Deutschland rund 220.000 Benzinsicherheitslampen im Betrieb, davon etwa 146.000 allein im Bergamtsbezirk Dortmund, während die Zahl der Öllampen im Ruhrgebiet von 50.700 auf etwa 35.000 fiel.
Was daran neu war
Neu war nicht die Sicherheitslampe - Davy, Stephenson und Clanny hatten sie 1813 bis 1815 -, sondern der Brennstoff und was er zuließ: Benzin hat einen niedrigeren Flammpunkt als Öl, deshalb konnte die Zündvorrichtung ins Innere wandern. Das Datum ist strittig: Stadt Zwickau und eine Sammlerchronik der Firma setzen die erste Lampe auf 1881 und die Patentierung auf 1882, das Museum Priesterhäuser Zwickau nennt 1884 - das Jahr der Firmengründung. Patentnummer und Amt ließen sich nicht belegen. Der Widerhaken steht in derselben Zusammenstellung: von 607 Schlagwetterexplosionen, die sich zwischen 1900 und 1918 in Preußen ereigneten, gingen 357 auf den Gebrauch von Benzinwetterlampen zurück. Die Lampe gegen die Schlagwetter war deren häufigste Zündquelle geworden.

Zum Weiterlesen