Guibal-Ventilator

1862 · Mine Ventilation Fan with Paddle Wheel · Werk 338 von 1.871

Guibal-Ventilator, 1862, Mine Ventilation Fan with Paddle Wheel

A Guibal ventilating fan at a South Wales colliery, its large wooden-bladed wheel enclosed in a brick spiral casing with an adjustable shutter at the mouth, driven by a horizontal steam engine.

Wofür es benutzt wurde
Grubenlüfter, der die verbrauchten Wetter aus dem Schacht saugte, entworfen von Théophile Guibal, Bergbauingenieur in Mons. Er ersetzte den Wetterofen, der die Luft über einem Feuer im Schacht in Bewegung hielt. Historic England beschreibt das erhaltene Beispiel am Skelton Shaft: 30 Fuß Durchmesser, 10 Fuß breit, 51 Umdrehungen in der Minute, 1875 mit 110.000 Kubikfuß Luft je Minute verzeichnet; Guibal-Ventilatoren seien im 19. Jahrhundert die verbreitetste Bauart der Grubenbelüftung gewesen. Eine Schätzung von 1875, die Murray und Silvestre anführen, zählt über 350 Ventilatoren: 180 in England, 85 in Belgien, 60 in Frankreich, 30 in Deutschland. In Belgien waren 1910 von 355 Ventilatoren 256 Guibals.
Was daran neu war
Nicht der erste Ventilator, sondern die Zusammenstellung dreier Dinge: ein gemauertes Gehäuse, eine verstellbare Schiebertür, mit der sich die Luftmenge regeln ließ, und ein sich nach oben weitender Kamin; dazu rückwärts gestellte gerade Schaufeln. Murray und Silvestre setzen den Wirkungsgrad um 1890 auf 51,3 Prozent (ihre Tabelle für um 1850 nennt beim Wetterofen im Ausziehschacht 50, beim Ofen über Tage 4 bis 5,5 Prozent); eine Messung in Staveley 1881 ergab 52,88 Prozent, während Cochrane 1869 vor dem Bergbauinstitut in Newcastle 60 bis 70 Prozent behauptete. Das Jahr ist strittig: Murray und Silvestre nennen ein belgisches Patent vom 3. Juni 1858 und Versuche ab 1855, Historic England 1859; die Jahresangabe 1862 ließ sich außerhalb Wikipedias nicht bestätigen. Widerhaken: Der Guibal ließ sich nicht umsteuern, und der Coal Mines Act 1911 verlangte genau das; in Staveley wurden die Guibals danach Reserve, in Skelton baute man das Fanhaus für die Luftumkehr um.

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