1834 · Twisted Wire Winding Rope · Werk 341 von 1.871
Wilhelm Albert's wire rope coiled at Clausthal in the Harz, three strands of twisted iron wires laid around each other, clamped to a shaft cage beside the older hemp rope.
Wofür es benutzt wurde
Förderseil für den Schacht. Hanfseile verschlissen teuer, Ketten scheiterten am eigenen Gewicht: bei 400 Metern Länge wog die Kette ein Mehrfaches der gefüllten Erztonne und riss daran. Wilhelm August Julius Albert, Oberbergrat in Clausthal, ließ mit seinem Bergschmied Mummenthey ein Seil aus Eisendraht fertigen. Christoph Bartels datiert im Anschnitt des Deutschen Bergbau-Museums Bochum das Auflegen der ersten Drahtseile auf den 22. und 23. Juli 1834, im 484 Meter tiefen Schacht der Grube Carolina bei Clausthal. Aufbau: drei Litzen zu je vier Drähten von etwa 3,5 Millimetern, Seil 18 Millimeter, im Gleichschlag verseilt. Es trug das Sechsfache eines Hanfseils gleichen Durchmessers und das Vierfache einer achtmal so schweren Kette und brauchte ein Drittel des Trommelraums.
Was daran neu war
Nicht Draht als Werkstoff war neu, sondern die Verseilung: der Gleichschlag, bei dem Litze und Seil in dieselbe Richtung gedreht sind, während Faserseile seit Menschengedenken im Kreuzschlag gedreht wurden - das Seil blieb frei von Drahtüberkreuzungen. Albert beschrieb die Fertigung 1835 in Karstens Archiv für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde, Band 8, Seite 418 bis 428 (so Bartels; der Originaldruck wurde nicht eingesehen). Widerhaken: Der entscheidende Vorteil war nicht die Festigkeit, sondern dass das Versagen sich durch einzelne Drahtbrüche ankündigt - die Kette riss ohne Vorwarnung. Und die Rechnung, die den Erfolg entschied, war eine Sparrechnung: bis Ende 1838 bezifferte man die Einsparung in den Revieren Clausthal, Zellerfeld und St. Andreasberg auf 23.481 Reichstaler.