Grubenpferd im Durham-Floez

1850 · Pit Pony Haulage · Werk 342 von 1.871

Grubenpferd im Durham-Floez, 1850, Pit Pony Haulage

A pit pony in leather harness hauling a train of coal tubs along rails in a low Durham roadway, its driver walking bent beside the limbers with a lamp on the first tub.

Wofür es benutzt wurde
Grubenpferde zogen die Rollwagenzüge auf den Hauptstrecken zum Schacht, während Jungen, die Putter, die kleineren Wagen vom Streb bis zur Strecke schoben. Der Bericht der Children's Employment Commission für Süd-Durham von 1842 beschreibt das Anhängen mehrerer Rollwagen hintereinander und eine Wegleistung von etwa 30 Meilen in zwölf Stunden. Ein Förderwagen hielt rund 300 Kilogramm. Die Tiere standen in Ställen unter Tage. Zahlen zum Bestand beginnen amtlich erst spät: das Protokoll des Oberhauses vom 28. März 1928 nennt 65.210 Ponys für 1924, 60.852 für 1925, 56.852 für 1927 - und acht Pferdeinspektoren für 56.800 Tiere. Für 1913 nennen Museen und Fachtexte rund 70.000 Ponys, Johnson nach dem Government Digest of Statistics; in den amtlichen Berichten findet sich diese Zahl nicht.
Was daran neu war
Für das Jahr 1850 gibt es keine Bestandsstatistik - das ist eine Lücke, nicht eine Zahl. Neu war, was der Coal Mines Act 1911 in seiner dritten Anlage brachte: ein Pferdewärter je fünfzehn Tiere, Bücher über Arbeitszeiten, Mindestalter von vier Jahren, das Verbot, ein blindes Pferd einzusetzen, Maße für die Ställe. Dave Johnson nennt diese Bestimmungen die Charta der Grubenponys. Widerhaken: Das Tier bekam ein eigenes Regelwerk und eigene Inspektoren - 1947 zählte man über 42.000 Kontrollen bei 2.130 Grubenbesuchen, zwei je Pferd -, und starb weiter: 1925 kamen 44 von 1.000 Ponys durch Unfälle um, in Yorkshire 76. Zu berichtigen ist zweierlei: das Verbot der Frauen- und Kinderarbeit von 1842 beschleunigte den Ponyeinsatz, ersetzte aber nicht Kind durch Pony - 1842 arbeiteten beide arbeitsteilig; und die letzten Ponys verließen 1994 die großen Gruben, Pant y Gasseg in Wales erst 1999.

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