Doppelhandbohren in Dolcoath

1870 · Two Man Hand Drilling · Werk 345 von 1.871

Doppelhandbohren in Dolcoath, 1870, Two Man Hand Drilling

Two Cornish miners double-handed drilling in a level of Dolcoath tin mine near Camborne: a hand-held steel borer, a plain round bar of steel about an arm's length long with a chisel edge, one man kneeling and holding it against the rock face with both hands and turning it a little after each blow, the other standing and swinging a long-handled sledgehammer onto its head, the hole slowly deepening into the rock, rock dust packed in the hole, the miners in hats with candles fixed to them, the level lit only by candle flame.

Wofür es benutzt wurde
Sprengloch-Bohren von Hand zu dritt: einer hält und dreht den Bohrer, zwei schlagen. Clement Le Neve Foster, Bergwerksinspektor der Krone, beschreibt in seinem Lehrbuch den Zweihandhammer mit 6 bis 10 Pfund oder mehr und einem Stiel von zwei Fuß oder länger und nennt als übliche Lochtiefe beim Streckenvortrieb von Hand 18 Zoll bis 3 Fuß. Für einen cornischen Bohrwettkampf gibt er nach dem West Briton vom 9. August 1888 an: drei Männer von Dolcoath bohrten 12,5 Zoll in 7 Minuten 18 Sekunden bei 130 Schlägen je Minute. Foster setzt selbst dazu, solche Ergebnisse zeigten nur, was unter sehr günstigen Umständen und für sehr kurze Zeit möglich sei. Dolcoath war die tiefste Zinngrube Cornwalls; die tiefste Sohle lag 1894 nach Foster 2.424 Fuß unter Tag.
Was daran neu war
Am Handbohren war nichts neu; neu war das Wissen über seinen Preis - und der Anreiz, der dagegen arbeitete. Foster schreibt 1894, das Nassbohren halte den Staub zurück, der sonst eingeatmet werde und Lungenkrankheit hervorrufe - und im selben Absatz: wo nach gebohrter Tiefe bezahlt werde, gebe es für trocken gebohrte Löcher zuweilen einen höheren Preis je Zoll als für nass gebohrte. Seine Tabelle nach dem Registrar-General nennt für 1880 bis 1882 bei den cornischen Bergleuten von 45 bis 65 Jahren 53,69 Sterbefälle je 1.000 Lebende gegen 25,11 bei den Kohlenbergleuten, während die Unfallraten nach einer von R. A. Williams wiedergegebenen Aufstellung Fosters für 1874 bis 1882 fast gleich lagen: 2,63 je 1.000 bei den cornischen, 2,57 bei den Kohlenbergleuten unter Tage. Der Unterschied kam aus der Lunge. 1904 stellte der Bericht von Haldane, Martin und Thomas an das Innenministerium den Staub als Ursache fest; ein Royal-Commission-Bericht von 1904 ist damit wahrscheinlich verwechselt.

Zum Weiterlesen