Otto-Hoffmann-Koksofenbatterie

1881 · By-Product Coke Oven · Werk 350 von 1.871

Otto-Hoffmann-Koksofenbatterie, 1881, By-Product Coke Oven

An Otto Hoffmann byproduct coke oven battery at a Ruhr colliery, a long straight brick block containing a row of tall narrow vertical coking chambers side by side, each a narrow slot with an iron door at either end, the row of iron doors standing along the face of the battery like a rank of upright panels, charging holes in the flat top, regenerator flues in the brickwork beneath, tar and ammonia pipes running along the working platform, men on the platform in cloth caps and waistcoats.

Wofür es benutzt wurde
Koksofenbatterie, die die flüchtigen Bestandteile der Kohle nicht verbrannte, sondern abzog und verwertete: Teer, Ammoniak, Benzol, Gas. Die Batterie heizte sich mit ihrem eigenen Gas und lieferte darüber hinaus Überschussgas, das etwa als Leuchtgas verkauft werden konnte. Mengen je Tonne Kohle nach der amerikanischen HAER-Dokumentation der Nebenprodukten-Kokerei in Birmingham: 8 bis 12 Gallonen Teer, 20 bis 28 Pfund Ammoniumsulfat, 2,5 bis 4 Gallonen Leichtöl, 9.500 bis 11.500 Kubikfuß Gas. Auch die Koksausbeute war höher: ein Direktvergleich in Alabama für 1925 nennt 70,3 Prozent beim Nebenprodukten-Ofen gegen 64,4 beim Bienenkorbofen. Eine deutsche Mengenangabe je Tonne Kohle ist nicht belegt.
Was daran neu war
Nicht der erste Nebenprodukten-Ofen, und die Priorität ist strittig: die Öfen von Carvès in Frankreich sicherte sich Henry Simon nach 1878 per Patent, Simon-Carves wurde 1880 gegründet und baute 1883 Öfen auf den Zechen von Pease in Durham, die erste amerikanische Anlage stellte Semet-Solvay 1892 in Syracuse. Zum Werktitel: 1881 baute Otto seine ersten Nebenproduktenöfen (laut Deutscher Biographie auf Zeche Holland) und Hoffmann erhielt sein Patent; die Regenerativöfen folgten 1883 - laut VDKF in Schlesien, laut Deutscher Biographie auf Zeche Pluto in Wanne. Und der Hoffmann im Namen ist Gustav Hoffmann, technischer Direktor bei Dr. C. Otto, nicht Heinrich. Seine Leistung war die Übertragung des Siemens-Regenerators auf den Otto-Coppée-Ofen, nötig geworden, weil die Nebenproduktengewinnung das Gas abkühlte. Widerhaken: Aus demselben Ofen kamen Dünger und Sprengstoff - das Ammoniak ging als Ammoniumsulfat aufs Feld, das Benzol in die Farben und in TNT.

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