1890 · Coal Breaker with Women Pickers · Werk 354 von 1.871
Breaker boys bent over chutes inside a Pennsylvania anthracite breaker, picking slate from the coal running past their boots, the wooden building's rollers and screens rising above them.
Wofür es benutzt wurde
In den Aufbereitungsanlagen der Anthrazitreviere Nordost-Pennsylvanias klaubten Jungen den Schiefer aus der herablaufenden Kohle. Sie saßen auf Brettern über den Rutschen, mehrere hintereinander, und jeder fing auf, was der Junge über ihm übersehen hatte; Handschuhe waren vielerorts verboten, weil die Betriebe glaubten, mit Handschuhen lasse sich der Schiefer schlechter ertasten. Francis H. Nichols beschrieb 1903 in McClure's Magazine den Dienst von sieben bis zwölf und von eins bis sechs, in Hochkonjunktur bis halb sieben: "For his eleven hours' work the breaker boy gets no more pay than for ten." Der Anfänger bekam vierzig Cent am Tag, im Mittel etwa siebzig. Nach dem Bericht des Bureau of Mines für 1901, den Nichols zitiert, waren von 147.651 Beschäftigten der Anthrazitregion 19.564 als slate-pickers geführt, darunter auch invalide Bergleute.
Was daran neu war
Neu war daran nichts. Was 1890 markiert, ist ein Höchststand der Kinderarbeit: Das Bureau of Labor Statistics gibt an, zwischen 1890 und 1910 hätten mindestens 18 Prozent aller Kinder zwischen 10 und 15 gearbeitet, und Pennsylvania lag dabei weit vorn. Die Zahlen sind unsicher, weil die Behörde slate-pickers zählte, nicht Jungen; der Bericht des Department of Mines für 1905 erfasst nur die Vierzehn- bis Sechzehnjährigen, 8.121, und räumt bei 760 von ihnen eigene Zweifel am Mindestalter ein. Beendet hat die Arbeit nicht das Gesetz. Lewis Hine, der Fotograf der Kinderarbeit, notierte 1913 unter eine eigene Aufnahme einer Klaubmaschine, sie lasse 1 bis 2 Prozent Schiefer durch, die Jungen dagegen 15 bis 60 - Angaben aus der Bildunterschrift, keine unabhängige Messung.