Dunston Staiths

1893 · Timber Loading Bridge · Werk 359 von 1.871

Dunston Staiths, 1893, Timber Loading Bridge

The timber staiths at Dunston on the River Tyne, a long trestle jetty of braced pitch pine timber carrying four rail tracks high over the water on an upper and a lower deck, loaded coal wagons standing upright on the rails on top of the staith, colliers moored alongside at the berths below, the coal chutes reaching from the deck down into the open holds of the moored ships, every chute ending inside a ship's hold, teemers working the chutes.

Wofür es benutzt wurde
Die North Eastern Railway baute die Staiths bei Gateshead weit in den Tyne hinaus, damit Kohle aus Durham ohne Umschlag auf Leichter unmittelbar in Seeschiffe lief. Baubeginn war 1890, die erste Beladung am 26. Oktober 1893, der Dampfer Holmside. Historic England gibt über 1.700 Fuß Länge an, der Tyne and Wear Building Preservation Trust 526 Meter, über 3.200 Tonnen nordamerikanisches Pitch Pine und 210.000 Pfund Baukosten. Vier Gleise auf zwei Ebenen bedienten sechs Liegeplätze; 98 verstrebte Rahmen im Abstand von rund 5,3 Metern tragen das Deck. 1894, im ersten vollen Jahr, liefen nach Angabe des Trusts 1.288.668 Tonnen Kohle über die Anlage. 1977 endete der Betrieb, 1980 wurde geschlossen.
Was daran neu war
Neu war nicht das Prinzip, sondern Maßstab und Gleichzeitigkeit: sechs Schiffe an einer Anlage statt eines an einem Drop, und die Lage im tiefen Fahrwasser. Historic England nennt Dunston die letzten betriebenen Jetty-Staiths am Tyne, das Denkmalregister der Stadt Newcastle die letzten hölzernen in Betrieb. Die verbreitete Angabe, es handle sich um das größte Holzbauwerk Europas, geht auf ein von Co-Curate der Universität Newcastle wiedergegebenes Zitat des Tyne and Wear Building Preservation Trust zurück, und schon dort heißt es nur, das Bauwerk gelte als solches; in keinem der beiden eingesehenen Einträge von Historic England steht sie. Für die Spitzenzeit nennt derselbe Trust in diesem Zitat 5,5 Millionen Tonnen im Jahr, ohne Jahresangabe; auf seiner eigenen Seite legt er den Höhepunkt in die 1930er Jahre. Das Bauwerk hat die Kohle überlebt; zerstört wird es seither durch Brandstiftung, zuletzt im Mai 2020, nach einem weiteren Brand 2019.

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