A four-man riveting gang on a boiler shell, heater lifting a rivet from a coke brazier with tongs while the holder-up braces a dolly inside the drum.
Wofür es benutzt wurde
Die Kolonne fügte Stahlplatten, wo es 1890 keine Alternative gab: Heizer, Gegenhalter und ein oder zwei Nieter. Der Heizer unterhielt die Esse und reichte den glühenden Niet, der Gegenhalter hielt ihn von der Rückseite, die Nieter schlugen den Schließkopf. Abgerechnet wurde nicht je Mann, sondern je Kolonne: Das amerikanische Bureau of Labor Statistics hält 1921 rückblickend fest, dass der Erlös unter Nietern, Gegenhaltern und Heizern aufzuteilen war, im Akkord je Niet. Die Forth Bridge, fertig im November 1889 und am 4. März 1890 eröffnet, enthält nach Network Rail 6,5 Millionen Niete mit einem Gewicht von 4.200 Tonnen; die ASCE nennt acht Millionen.
Was daran neu war
Neu war nicht die Niettechnik, sondern der Baustoff und damit der Maßstab: Die Forth Bridge war nach Network Rail das erste große Bauwerk Großbritanniens aus Stahl und hielt nach der ASCE 27 Jahre den Weltrekord der Spannweite. Neu waren auch die Maschinen längst nicht mehr. Ralph Hart Tweddell entwarf 1865 eine stationäre hydraulische Nietmaschine und 1871 eine tragbare; die Arbeit kostete nach den Nachrufen der Ingenieurgesellschaften etwa ein Siebtel der Handarbeit. Trotzdem wurde an der Forth Bridge nach Wilhelm Westhofen nur etwa die Hälfte der Niete mit hydraulischen Maschinen geschlagen, der Rest von Hand; die Titanic hielten 1911 nach NIST rund drei Millionen Niete zusammen. Als das Schweißen ab etwa 1932 die Nietung verdrängte, rechnete Lt. M. G. Vangeli 1937 in den Proceedings des U.S. Naval Institute noch vor, eine Nietkolonne schaffe täglich etwa das Doppelte eines Schweißers. Er hatte recht und verlor.