The Stoker

1885 · Boiler House · Werk 364 von 1.871

The Stoker, 1885, Boiler House

A stoker feeding a bank of Lancashire boilers, shovel angled into the firehole, coal heaped on the plates behind him, water gauges and a whistle chain overhead.

Wofür es benutzt wurde
Im Kesselraum arbeiteten zwei Berufe nebeneinander: Der Trimmer holte die Kohle aus den Bunkern und karrte sie zum Kesselraum, der Heizer gab sie in die Feuer. Gefahren wurde in drei Wachen, vier Stunden Dienst, acht Stunden frei. Die Mengen wuchsen mit den Schiffen: Eine 1902 von Cunard herausgegebene Firmengeschichte, Nachdruck eines Artikels aus Business Illustrated, gibt für die Britannia von 1840 38 Tonnen Kohle am Tag an, für die Russia von 1867 90 und für die Servia von 1881 190. Das Kapitel "The Stoker" in Old Ocean's Ferry beschreibt 1900 die Arbeitsumgebung mit 120 bis 160 Grad Fahrenheit, vier Feuern je Mann und der Behauptung, die Hitze habe Heizer zeitweise um den Verstand gebracht - eine zeitgenössische Schilderung, keine Messung.
Was daran neu war
Am Beruf war 1885 nichts neu. Neu war, was um ihn herum geschah: höhere Kesseldrücke, Dreifach-Expansionsmaschinen, später der Zwangszug - dieselbe Schaufel, mehr Kohle in der Stunde. An Land wurde die Handarbeit früher ersetzt als an Bord, und auch dort war mehr als einer dran: Edward Bennis entwickelte ab 1870 einen mechanischen Rost und erhielt 1875 ein Patent darauf, James Proctor hielt spätestens 1887 eines; die beiden stritten in den 1880er Jahren vor Gericht darüber. Die Besatzung der Olympic verließ im Juni 1911 das Schiff und zog damit den nationalen Seeleutestreik vor; die Maschinenraumbesatzung erhielt zehn Shilling mehr im Monat. Neun Jahre später wurde dasselbe Schiff auf Ölfeuerung umgebaut. Der erkämpfte Lohn blieb; der Beruf verschwand.

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