A woman weaver tending four power looms in a mill shed, shuttle boxes and taut warp threads, a young piecer leaning in to join a broken end.
Wofür es benutzt wurde
Die Weberei war die einstöckige Halle, in der die mechanischen Webstühle standen, neben den mehrstöckigen Spinnereien Ostlancashires. Der Weaving-Shed-Report des Pendle Borough Council begründet das Nordlicht-Sheddach damit, dass gleichmäßiges Licht über die ganze Bodenfläche nötig war, weil Schatten Fehler im Tuch verdecken konnten; dieselbe Studie datiert den Gebäudetyp auf die Mitte des 19. Jahrhunderts, 1835 trifft ihn also am Anfang. Robert Allen zählt für 1835 nach Baines, Timmins und Wood 108.894 mechanische Webstühle in Großbritannien, daneben nach Wood noch 188.000 Handweber. Lancashire County Council nennt für seine Museumsweberei Queen Street Mill in Burnley über 900 Webstühle; bei einer Weberin auf vier Webstühlen brauchte das über 200 Weberinnen. Nach einem Bericht über dieses Museum führte die verbreitete Taubheit zur Zeichensprache der Belegschaft, dem mee-mawing mit übertriebenen Mundbewegungen.
Was daran neu war
Neu war nicht die Fabrik und nicht der mechanische Webstuhl, sondern die Bauform: ein Dach, das blendfreies Nordlicht gleichmäßig über eine sehr große Fläche auf einer Ebene verteilte, so dass Webstühle in Hunderten in Reihen stehen konnten und Fehler im Tuch sichtbar blieben. Wer den Typ zuerst baute, sagt der Pendle-Report nicht; er beschreibt ihn nur als neuen Gebäudetyp der Jahrhundertmitte. Der Widerhaken steckt im selben Raum: nach dem Pendle-Report begünstigte das Weben feuchte Innenverhältnisse, die Halle musste also warm und feucht bleiben, gut für den Faden, schlecht für die Gesundheit. Geregelt wurde das erst 54 Jahre später: nach der Encyclopaedia Britannica von 1911 verlangte der Cotton Cloth Factories Act 1889 eine Anzeige beim Chief Inspector vor künstlicher Befeuchtung und setzte mindestens 600 Kubikfuß Frischluft je Person und Stunde.