The Cooper

1860 · Cooperage · Werk 372 von 1.871

The Cooper, 1860, Cooperage

A cooper raising a barrel over a fire basket, driving hoops down the staves with hammer and driver, shavings curling around his bench in a workshop.

Wofür es benutzt wurde
Das Fass war das allgemeine Transportgefäß für Flüssiges und Schüttgut. Zur Größenordnung: Das Scottish Fisheries Museum nennt für den Höhepunkt des Heringsbooms 1907 2.500.000 Fässer, entsprechend 250.000 Tonnen, gepökelt und ausgeführt. Heritage Crafts ordnet das Gewerbe nach Können: wet cooperage für Flüssigkeiten, teils unter Druck, als anspruchsvollste Stufe, white cooperage auf Dorfebene für Hausgerät, dry cooperage als geringste. In der Brauerei war der Küfer Spitzenverdiener: das Guinness Storehouse gibt für St James's Gate in den 1920er Jahren etwa 300 Küfer an, rund zweieinhalb Tage Arbeit je Fass, eine Lehrzeit von fünf bis sieben Jahren und die Küfer als bestbezahlte Handwerker der Brauerei. Nach derselben Quelle entstand jedes Teil des Fasses von Hand, ohne Messgerät und ohne Klebstoff, mit über dreißig verschiedenen Werkzeugtypen.
Was daran neu war
Neu war um 1860 nicht das Fass, sondern die Zerlegung des Fassbaus in Einzweckmaschinen, die je einen Handgriff des Küfers ersetzten. Die Denkmalakte zum Fabrikgebäude der E. & B. Holmes Machinery Company in Buffalo („The Cooperage“) nennt für die Firma die Eintragung 1856, ein Patent auf verbesserte Stabmaschinen 1861, eine verbesserte Kröz- und Fasenmaschine 1873, um 1881 etwa vierzig verschiedene Fassmaschinen, bis 1888 über 60 Patente und in den 1880er Jahren rund 400 Beschäftigte. Damit übernahm eine Maschinenreihe die Krümmung, die vorher im Auge des Küfers saß. Der Widerhaken: am Ende verdrängte das Metallfass das Holzfass selbst. Guinness führte laut Guinness Storehouse 1946 Aluminiumfässer ein, und im März 1963 wurde in St James's Gate das letzte Holzfass gefüllt. Heritage Crafts führt das Küferhandwerk ohne Spirituosenfässer (Bier, Cider, Wein) heute als endangered und zählt fünf hauptberufliche Küfer, einen nebenberuflichen und einen Auszubildenden.

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