The Footplate

1895 · Locomotive Cab · Werk 375 von 1.871

The Footplate, 1895, Locomotive Cab

A driver and fireman on the footplate of a tender locomotive standing at a platform end, seen from the platform at the side of the cab: the open cab side with its cut-out, the driver leaning out over the cab side sheet with one hand on the rail and the fireman behind him shovelling coal from the tender into the firehole, the long boiler running forward from the cab towards the front of the engine and the chimney far ahead at the smokebox end, the tender coupled close behind the cab, steam drifting from the safety valves, an oil feeder and a tin tea can on the cab shelf, the men in overalls, waistcoats and greasetop caps.

Wofür es benutzt wurde
Der Führerstand war der Arbeitsplatz zweier Männer mit getrennten Aufgaben: Der Lokomotivführer bediente Regler und Steuerung und war für die sichere Zugfahrt und die Beachtung der Signale verantwortlich; der Heizer hielt die Maschine in Dampf und schaufelte auf langen Läufen nach Darstellung von steamlocomotives.org mehrere Tonnen Kohle. Der Aufstieg lief streng nach Dienstalter: Putzer, passed cleaner, Heizer, passed fireman, Führer; dieselbe Quelle nennt zwanzig Jahre und mehr bis zum regelmäßigen Führerdienst. Wozu dieser Arbeitsplatz 1895 auch benutzt wurde, zeigt der August: In der Nacht vom 22. auf den 23. fuhr die LNWR-Maschine 790 Hardwicke die 141 Meilen von Crewe nach Carlisle in 126 Minuten, rund 67 Meilen je Stunde im Schnitt. Der Ruhm fiel den Gesellschaften zu; im Unterhaus nannte Mr Channing am 23. Januar 1891 für Führer und Heizer 219.791 Fälle von mehr als zwölf Stunden Dienst und 7.341 Fälle von achtzehn Stunden und mehr, beides allein im September 1889.
Was daran neu war
Neu war nicht die Maschine, sondern die Qualifikation. In den Mutual Improvement Classes unterrichteten ältere Führer und Inspektoren freiwillig und meist unbezahlt Regelwerk, Signaldienst und die Arbeitsweise der Lokomotive; die Männer hielten die Klassen selbst ab, mit Blick auf Prüfungen und Beförderung (steamlocomotives.org). Wer solche Klassen zuerst abhielt, ist nicht belegt. Neu war zweitens die Form der Vertretung: Im Februar 1880 gründeten Lokomotivpersonale eine eigene Berufsgewerkschaft, ASLEF, weil die ältere Amalgamated Society of Railway Servants auf ihre Lohn- und Arbeitszeitbeschwerden nicht einging (Trade Union Ancestors). Die erste eingetragene Loge entstand nach ASLEF am 7. Februar 1880 in Sheffield; ihren Sitz hatte die Gewerkschaft binnen eines Jahres in Holbeck, Leeds, wie ASLEF und Trade Union Ancestors übereinstimmend angeben. Der Erfolg kam spät: ASLEF nennt erst für 1904 einen überwiegend erreichten Zehnstundentag, außer in Schottland und Irland.

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