The Co-operative Store

1875 · Co-operative Store · Werk 388 von 1.871

The Co-operative Store, 1875, Co-operative Store

Shoppers at the counter of a co-operative store, a clerk weighing sugar into a paper cone, dividend numbers chalked on a board above sacks of flour and tea chests.

Wofür es benutzt wurde
Der Laden einer Genossenschaft, der den Gewinn an die Käufer zurückgab. In Rochdale pachteten die Pioneers das Erdgeschoss eines Lagerhauses in der Toad Lane auf drei Jahre für zehn Pfund jährlich. Das Startkapital betrug nach George Jacob Holyoake 28 Pfund; nachdem die Einrichtung bezahlt war, blieben nur vierzehn oder fünfzehn Pfund für Ware. Das Geld kam aus Wochenbeiträgen, drei Einsammler sonntags in den Wohnungen abholten, zuerst zwei, dann drei Pence. Am Abend des 21. Dezember 1844 wurden die Läden heruntergenommen; zum Ende des ersten Quartals am 31. März 1845 zahlte der Verein drei Pence Dividende auf jedes ausgegebene Pfund. Holyoake beschreibt einen Samstagabend Mitte der 1850er Jahre: fünf Verkäufer hinter zwölf Yard Theke, 420 Pfund Tageseinnahme, zweihundert ausgeliehene Bücher, daneben ein Uhrenklub mit 58 Mitgliedern. Holyoake war Parteigänger der Bewegung und schreibt offen werbend.
Was daran neu war
Das Museum der Bewegung dementiert den Erstheitsanspruch selbst: Die Pioneers hätten nie behauptet, die erste Genossenschaft zu sein; vorher habe es Genossenschaften gegeben, viele davon scheiterten. Sie gelten als die erste erfolgreiche, und die Rochdale-Grundsätze wuchsen aus ihren Entscheidungen und ihrer Praxis. Funktional neu war die Dividende auf den Einkauf als stehende Einrichtung zusammen mit dem Barzahlungszwang: Nach Holyoake geriet der Käufer nicht mehr beim Krämer in Schulden, sondern der Laden wurde ihm zur Sparkasse. Das Future Museum nennt die Fenwick Weavers von 1761 die erste Genossenschaft, spricht bei der Kreditfunktion aber nur von der ersten belegten. Der Widerhaken sitzt in der Gründungserzählung: Holyoake druckte die Liste der achtundzwanzig Gründer erst Jahrzehnte später und gibt zu, dass vier Namen fehlten und mit einem früheren Vereinspräsidenten nachträglich bestimmt wurden.

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