A photographer under his focusing cloth at a plate camera, an erecting gang posed on and around a newly built locomotive, a chalked works number on the frame.
Wofür es benutzt wurde
Firmeneigene Fotografen in Lokomotiv- und Maschinenbaubetrieben. Der Sammlungsführer des National Railway Museum: "The larger companies, which built their own vehicles, employed photographers to record the construction and refurbishment of engines and rolling stock", und zwar "every stage in the production process from raw materials to the finished item". Gearbeitet wurde auf Glasnegativen "usually between 8½ x 6½ and 16 x 12 ins."; die Aufnahmen wurden in Firmenbroschüren abgedruckt oder als Postkarten an Kunden und Sammler verkauft. Erhalten ist viel: über 2.500 Werksaufnahmen im Beyer-Peacock-Archiv des Science and Industry Museum, rund 9.000 Glasnegative und 6.500 Abzüge der North British Locomotive Company, für das Werk Derby allein etwa 28.500 Negative.
Was daran neu war
Neu war nicht die Fotografie, sondern was die Gelatine-Trockenplatte im Werk erlaubte — nach dem National Science and Media Museum 1871 von R. L. Maddox eingeführt und ab 1878 fabrikmäßig hergestellt. Der Fotograf musste die Platte nicht mehr unmittelbar vor der Aufnahme gießen und sofort entwickeln; er konnte gekaufte, haltbare Platten in die Halle, auf den Hof und zum Kunden tragen. Dazu kam die Norm: "typically in broadside views, with the backgrounds blanked out with retouching ink." Damit wurden Maschinen verschiedener Baujahre im selben Bildformat vergleichbar — und die Dokumentation, die als Nachweis diente, war planmäßig bearbeitet. Wer diese Typenaufnahmen heute als Quelle zum Fabrikalltag liest, liest ein Bild, aus dem die Fabrik herausretuschiert wurde.