Poleni's Calculating Machine

1709 · Wooden Pinwheel · Werk 404 von 1.871

Poleni's Calculating Machine, 1709, Wooden Pinwheel

A tall calculating machine built entirely of wood, a vertical open frame taller than a man's chest carrying large toothed wheels with movable pegs set into their rims, the largest wheel at the centre with its rim studded by a ring of pegs, a weight on a cord hanging down one side to drive the mechanism through a wooden drum, turned wooden columns at the four corners, smaller dial wheels with plain faces on the front, every surface plain turned and planed walnut, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left throwing long shadows from the pegs across the wheel faces.

Wofür es benutzt wurde
Giovanni Poleni, Professor in Padua, baute die Maschine nach Silvio Hénin "in wood and iron" in der Form einer großen Standuhr; ein Uhrwerk mit Spindelhemmung trieb sie über die Energie eines fallenden Gewichts. Ein praktischer Einsatz ist nicht belegt; nach Hénin ließ sich über ein dreiteiliges Rad eine dreistellige Zahl einstellen. Beschrieben hat Poleni sie selbst in den "Miscellanea", Padua 1709 (Veröffentlichung). Bekannt wurde sie in Europa erst über Jacob Leupolds Übersicht der mathematischen Instrumente von 1727 — achtzehn Jahre nach der eigenen Schrift.
Was daran neu war
Das Sprossenrad: nach Hénin "a wheel with an adjustable number of teeth (0-9) that could be raised or lowered to set the figure to be operated upon". Der Unterschied zu Leibniz liegt in der Bauart — die Staffelwalze trug feste, gestaffelte Zahnreihen, Polenis Rad stellte die Ziffer durch Aus- und Einfahren der Zähne ein. Nach Hénin wurde es, in anderer Bauform, in den drei folgenden Jahrhunderten genutzt, etwa von Baldwin und Odhner. Poleni war nicht der Erste beim Rechnen, und auch die Idee ist älter: das HNF zeigt eine Zeichnung aus Leibniz' Pariser Umfeld von 1672 mit ausfahrbaren Zähnen. Poleni baute sie in eine wirkliche Maschine ein — und hat diese selbst vernichtet: Polenis Biograph Grandjean de Fouchy berichtet 1763 (Éloge, S. 152-153, nach Hénin), Poleni habe seine Maschine zerschlagen und nie wieder gebaut, nachdem er von einer ähnlichen, besseren Maschine Anton Brauns in Wien erfahren hatte. Hénin gibt es mit Zuschreibung an die Biographen wieder, nicht als eigenen Befund.

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