Hahn's Calculating Machine

1774 · Circular Stepped Drum · Werk 405 von 1.871

Hahn's Calculating Machine, 1774, Circular Stepped Drum

A drum-shaped calculating machine of polished brass, circular in plan like a large pocket watch laid flat, its upper face a ring of small numeral windows around the rim, each window showing the single digit 0, setting levers arranged radially around the outer edge like the hour marks of a clock, a crank rising from the centre with a turned ivory grip, a lower tier of the drum showing a second ring of windows, every other surface plain polished brass with a soft mirror sheen, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left sweeping across the curved brass flank.

Wofür es benutzt wurde
Philipp Matthäus Hahn, Pfarrer in Kornwestheim, später in Echterdingen, baute in seiner Werkstatt neben astronomischen Uhren und Weltmaschinen auch Rechenmaschinen. Das Landesmuseum Württemberg beschreibt eine "elfstellige Rechenmaschine" mit Einstellwerk, Stellstäbchen, gekoppelten Staffelwalzen und zentraler Kurbel, Entstehung 1770-1774; das Arithmeum zählt an seiner Replik "über 1260 Teile, von denen 733 mit der Hand gefertigt wurden". Nach Erhard Anthes ging die elfstellige Maschine an den Herzog von Württemberg. Erhalten sind nach Auskunft des Computermuseums der Universität Stuttgart zwei Originale, im Landesmuseum Württemberg und im Technoseum Mannheim.
Was daran neu war
Die Walzen standen im Kreis, nicht in einer Reihe. Das HNF beschreibt die Maschine als trommelförmig, 26,5 Zentimeter Durchmesser, elf Zentimeter hoch: "Die Staffelwalzen standen senkrecht im Kreis." Radial um eine Zentralkurbel, dadurch kompakt und über alle Stellen von einer Kurbel aus bedienbar. Das Computermuseum Stuttgart nennt sie die erste Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten, "die über alle Stellen voll funktionsfähig war" — das ist eine Museumswertung, und für Stanhopes Maschine von 1777 beansprucht Michael Wright den ersten vollautomatischen Zehnerübertrag, so dass die Priorität nicht entschieden ist. Hahn veröffentlichte 1779 im "Teutschen Merkur" eine "Beschreibung einer Rechnungs-Maschine", nach seinem eigenen Titel "im Jahr 1777 und 78 verfertiget" — aber nach Angabe des HNF nur die Bedienung; er "schwieg sich aber über den inneren Aufbau aus". Das Computermuseum Stuttgart sagt, er beschreibe darin "die Konstruktion mit Staffelwalzen". Eine Serie gab es nie.

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