The Bureau du Cadastre

1793 · Human Computation · Werk 407 von 1.871

The Bureau du Cadastre, 1793, Human Computation

A long panelled room of the 1790s with clerks seated at plain deal tables in two ranks, each place holding one blank ruled ledger sheet, a quill and an inkwell, every clerk performing the same written operation, bundles of finished ruled sheets tied with tape and stacked at the far end, a slate on the wall chalked with ruled columns, the clerks in dark coats and white stocks seen from behind or bent over their sheets with faces in shadow, daylight from tall sash windows along one wall, a single tallow candle in a brass holder on each table, bare boards and plaster walls, cool grey daylight against the warm candle flames.

Wofür es benutzt wurde
Gaspard de Prony ließ ab 1793 im Bureau du Cadastre Logarithmen- und Trigonometrietafeln für die Hunderterteilung des Quadranten rechnen; berechnet wurden unter anderem die Logarithmen der ersten 200.000 Zahlen auf mindestens vierzehn Stellen. Lorraine Daston gibt nach Prony drei Stufen an: eine Handvoll Mathematiker, darunter Legendre, den Prony nach Roegel als einzigen nennt, unter ihnen sieben oder acht analytisch geschulte "calculateurs", und an der Basis "seventy or eighty persons ... knowing only the rudiments of arithmetic". Pronys Eigenangabe von 1801 lautet nach Roegel sechzig oder achtzig, 1832 nannte er 150 bis 200; die Lohnlisten des Frimaire IV (1795) nennen achtzehn Rechner und Prüfer, und Denis Roegel schätzt, es seien nie mehr als zwanzig bis fünfundzwanzig gewesen. Dass darunter arbeitslose Friseure waren, erwähnte wohl zuerst Charles Dupin 1824; Prony selbst scheint sie nie zu nennen, und Roegel vermutet, es seien vielleicht nur zwei oder drei gewesen.
Was daran neu war
Neu war die Arbeitsteilung: die mathematische Einsicht wurde von der Rechenarbeit abgetrennt, so dass die unterste Stufe nach einem Differenzenschema nur noch addierte und subtrahierte und keine Mathematik mehr können musste. Prony berief sich nach Dastons Wiedergabe seiner Notice sur les grandes tables (1824) auf Adam Smith und wollte seine Logarithmen fertigen lassen, wie man Stecknadeln fertigt. Gedruckt wurde nie. Bis Dezember 1795 waren nach Roegel 527 Seiten gesetzt, dann machte die Assignatenkrise den Druck unbezahlbar; der Cadastre wurde am 24. März 1802 aufgelöst, der Drucker Didot behielt die Platten fast vierzig Jahre. Der britisch-französische Druckversuch von 1819 bis 1824 scheiterte nach Roegel wahrscheinlich vor allem daran, dass die britische Seite auf die Sechzigerteilung umrechnen wollte — dann hätte alles neu gerechnet werden müssen. Die Hunderterteilung, der Anlass des Werks, stand damit auch seiner Veröffentlichung im Weg.

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