The Calculating Room

1900 · Arithmometer · Werk 415 von 1.871

The Calculating Room, 1900, Arithmometer

An immense clerical hall beneath an iron and glass roof, hundreds of identical oak desks in ranks running to the far wall, one brass calculating machine at every place, clerks in shirtsleeves with sleeve garters seen from behind, bent over their machines with faces turned down, bound ledgers with plain cloth spines stacked along the aisles, cast iron columns marching down the hall, cool daylight falling through the glass roof onto the rows of brass machines, the far end fading into grey haze, warm brass glints against desaturated grey.

Wofür es benutzt wurde
Ein Raum, in dem Menschen als "computer" rechneten, bevor Maschinen das taten. Am Royal Observatory Greenwich gab es diesen Posten von 1836 bis 1937; die Aufgabe war, Beobachtungsdaten zu reduzieren, also in eine einheitliche Form zu rechnen. Vorher arbeiteten die Rechner zu Hause, ab den 1830er Jahren im Observatorium selbst, zuerst im Octagon Room des Flamsteed House. 1841 waren es 12 Rechner, 1842 14; 1935/36 noch 16 Aushilfen. Bald nach 1842 wurden sie durch Wettbewerbsprüfung unter 13- und 14-Jährigen aus örtlichen Schulen ausgewählt; ein "boy computer" bekam in den 1890er Jahren 3 Pfund im Monat. Menschliche Rechner, aber mit anderem Personal und anderen Aufgaben, gab es auch am Harvard College Observatory: dort arbeiteten nach Angabe des American Museum of Natural History etwa 80 Frauen für 25 bis 50 Cent die Stunde, in Sechstagewochen.
Was daran neu war
Erfunden wurde hier nichts; neu war die Arbeitsteilung. Die Darstellung des Royal Observatory Greenwich hält fest, dass schon für die Almanach-Rechner der Maskelyne-Zeit astronomische Kenntnisse nicht als notwendig galten - gefordert waren Schreib- und Rechenfertigkeit, Umgang mit Tabellen, Sorgfalt und Sauberkeit. Der Preis stand im Reglement: Beförderungsprüfungen waren nach 1872 auf 18- bis 25-Jährige beschränkt, wer mit 26 nicht befördert war, hatte keine Aussicht auf eine Festanstellung. Die vier von Christie 1890 eingestellten "lady computers" bekamen dasselbe Geld wie die Jungen, mussten aber selbst für Unterkunft sorgen; Ende 1895 war keine mehr da.

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