Britannia Bridge

1850 · Wrought Iron Tubular Girder · Werk 42 von 1.871

Britannia Bridge, 1850, Wrought Iron Tubular Girder

Robert Stephenson's Britannia Bridge on the Menai Strait: two long rectangular iron tubes lying side by side like two enormous closed boxes of riveted plate, their sides solid sheet iron from top to bottom without any opening, the trains running inside the tubes and completely hidden, only smoke drifting from the tube ends, the tubes running straight and level through openings in three tall limestone towers that rise above them, the centre tower standing on the rock in mid-strait, a shorter shore span at each end, four couchant limestone lions guarding the approaches, two at each end.

Wofür es benutzt wurde
Eisenbahnbrücke der Chester and Holyhead Railway über die Menai Strait, von Stephenson am 5. März 1850 mit dem letzten Niet geschlossen. Zweck war der durchgehende Zug von London nach Holyhead und damit der Anschluss an das Postschiff nach Dublin. Jedes der beiden Gleise lief in einem eigenen geschlossenen schmiedeeisernen Kastenrohr; die Admiralität verlangte freie Durchfahrt für Segelschiffe, mindestens 100 Fuß über Hochwasser und keine Gerüste im Fahrwasser. Die Züge fuhren 120 Jahre lang durch die Rohre.
Was daran neu war
Nicht der Kastenträger als solcher war neu, sondern seine Tiefe: der Träger war so hoch, dass der Zug in ihm fuhr statt auf oder unter ihm. Die Bemessung stützte sich nicht auf Erfahrung, sondern auf Bruch- und Beulversuche an Modellen, darunter ein 23 m langes Modell in Fairbairns Werft in Millwall. Die beiden Gutachter widersprachen sich: Hodgkinson wollte zusätzliche Ketten zur Sicherung, Fairbairn hielt sie für entbehrlich. Stephenson folgte Fairbairn - die Pfeilertürme waren aber schon für die Ketten gebaut und haben oberhalb des heutigen Straßendecks seither keine Funktion.

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