Comptometer Model H

1926 · Key-Driven · Werk 426 von 1.871

Comptometer Model H, 1926, Key-Driven

A key-driven calculating machine in a moulded case with a smooth dark finish, the stepped key bank with rounded contours, columns of round keys rising from front to back, each key cap bearing exactly one digit from 1 to 9, controls reduced to two small levers at the sides, a slim result strip at the front, each window in the strip showing the single digit 0, every other surface plain dark moulding, the name across the front reading "Comptometer", standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the rounded key bank.

Wofür es benutzt wurde
Tastengetriebene Addiermaschine von Felt & Tarrant in Chicago, nach John Wolff ab 1920 gebaut. Zwei Änderungen sind belegt: ein großer Teil des Zehnerübertragswerks wurde in einen abnehmbaren Rahmen, den rock frame, ausgelagert, und die Maschine bekam ein dreifaches Signal "start from clear" - sichtbar, hörbar, fühlbar -, damit nicht auf einen Restbestand weiteraddiert wird. Den Controlled Key hatte schon das Modell E von 1913 eingeführt. Bedient wurde die Maschine von eigens geschulten Kräften: Comptometer-Schulen gab es nach John Wolff ab 1905, Ende der 1920er Jahre über 100 in den Vereinigten Staaten und etwa 50 im Ausland, mit nach seiner Angabe rund 20.000 ausgebildeten Bedienerinnen und Bedienern im Jahr, angeworben bei etwa Sechzehnjährigen von der Schule.
Was daran neu war
Nicht das Rechnen, sondern die Fehlerverhütung und die Wartung: das dreifache Start-from-clear-Signal und der abnehmbare rock frame. Der Controlled Key war schon 1913 im Modell E eingeführt worden. Auch das Jahr gehört nicht ganz zur Sache: John Wolff datiert das Modell H auf 1920 und das Nachfolgemodell J auf 1926, das sich im Wesentlichen nur in Übertragsgetriebe, Hemmungshebeln, Federn und Tastenkappen unterscheidet - 1926 trifft also den Modellwechsel, nicht das Modell H. Der Widerhaken steckt in der Ausbildung: das Smithsonian hält zum Comptometer Educator fest, dass die Bedienerinnen angelernt wurden, nur die unteren fünf Tasten jeder Spalte zu benutzen. Neun Tasten je Spalte, vier davon sollte die geschulte Kraft nicht benutzen. Der Beruf ging ab Ende der 1960er Jahre zurück, als die größeren Firmen auf Computer umstiegen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausComptometer Model A1904Beide sind Comptometer von Felt & Tarrant: Das Model A, ab Januar 1904 gebaut, war die erste „Duplex“-Maschine der Firma; das Model H löste laut Smithsonian 1920 das Model F ab. Die Firma habe ihr Erzeugnis stetig verbessert, aber nicht grundlegend verändert.Beleg: Smithsonian NMAH, Adding Machines: Full-Keyboard - Hill to Felt & Tarrant

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