The Millionaire

1893 · Direct Multiplication · Werk 430 von 1.871

The Millionaire, 1893, Direct Multiplication

A broad direct-multiplication calculating machine in a polished oak case, a single tall lever on the left set to the multiplier digit, a row of setting slides across the top, a wide result carriage with two rows of numeral windows, each window showing the single digit 0, a cast plate on the front reading "The Millionaire", a crank with a heavy turned handle on the right, every other surface plain brass and polished oak, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the row of setting slides.

Wofür es benutzt wurde
Nach John Wolff war sie dort verbreitet, wo oft multipliziert und dividiert wurde, besonders bei Versicherungen, im Bergbau und bei Eisenbahnen. Belegen lassen sich zwei Hochschulen — das Exemplar der Science Museum Group kam aus der School of Mathematics der City University, und in der Sammlung historischer Rechenmaschinen der TU Dresden steht eine von 1898 mit sechsstelligem Einstellwerk und zwölfstelligem Resultatwerk. Nach Kevin Schindler (Lowell Observatory) kaufte Percival Lowell 1914 eine Millionär für die Rechnungen bei der Suche nach Planet X. Ein Handapparat war sie nicht: rechnerlexikon gibt 36 bis über 50 Kilogramm an.
Was daran neu war
Die Maschine bildet das Einmaleins mechanisch ab und formt daraus die Teilprodukte, wie ein Rechner eine auswendig gelernte Tabelle benutzt; Staffelwalzen- und Sprossenradmaschinen erzeugen das Produkt durch wiederholtes Addieren. Die TU Dresden fasst den Gewinn so: eine Kurbeldrehung je Stelle des Multiplikanden genügt. Nach Stephan Weiss war es die erste in Serie gebaute Multipliziermaschine, die in größeren Stückzahlen verkauft wurde. Die Stückzahl ist strittig: rechnerlexikon und HNF nennen 4655 Stück für 1899 bis 1935, Herbert Bruderer kommt nach Unterlagen im Museum für Kommunikation Bern 2018 auf 5099 Stück für 1896 bis 1941. Der Widerhaken steckt in der Gegenrechnung: für die Division, bei der der Vorteil sich umkehrt, war eine Hilfstabelle innen im Maschinendeckel angebracht.

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