Troncet Arithmographe

1889 · Slide Adder · Werk 433 von 1.871

Troncet Arithmographe, 1889, Slide Adder

A slim adding slate the size of a postcard, parallel toothed slots running its length, a column of the digits 0 to 9 printed beside each slot, notched hooks at the top of each slot for the carry, a small metal stylus resting in a groove along one edge, the face of plain cream card with black rules, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the toothed slots.

Wofür es benutzt wurde
Ein flaches Taschengerät mit Griffel für laufende Summen, in Frankreich unter anderem über Larousse vertrieben. Das von der MAA beschriebene Exemplar kam in einem kleinen Notizbuch mit Multiplikationstabellen. Nach Zeldes rechnete es mit siebenstelligen Zahlen bis in die Millionen. In Russland begann der Verkauf 1892, dort also im Herkunftsland des Vorbilds.
Was daran neu war
Technisch war daran wenig neu, und das ist der Punkt. Heinrich Kummer hatte denselben Schieberaddierer 1846 der Petersburger Akademie vorgestellt und 1847 patentiert; ein amerikanisches Kummer-Patent wurde am 19. Mai 1869 erteilt, knapp zwanzig Jahre vor Troncet. Auch die Herkunft des hakenförmigen Schlitzes, mit dem der Griffel den Übertrag ausführt, führt die Fachquelle auf Kummer zurück — vorsichtig, als Vermutung des Verfassers. Neu war die Verbreitung: der Name Troncet wurde zeitweise zur Gattungsbezeichnung für alle Geräte dieser Art. Das Patent selbst hielt er nicht durch: angemeldet am 30. April 1889 in Frankreich, nie veröffentlicht, weil die Gebühr des zweiten Jahres nicht bezahlt wurde. Peggy Kidwell (MAA Convergence) und Zeldes sprechen dennoch von einem Patent von 1889, Apokin und Maistrov nach Leipälä von einem 1891 erhaltenen Patent.

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