Rejewski's Cyclometer

1934 · Cyclometer · Werk 442 von 1.871

Rejewski's Cyclometer, 1934, Cyclometer

A low wooden box carrying two sets of cipher rotors wired in series, each set a row of three brass and bakelite discs side by side under an open hinged lid, a panel of small round lamps above them arranged in a grid, a row of toggle switches beneath the lamps, a large rheostat knob at the left and two battery terminals at the side, cloth covered wires running between the parts, a wooden card index box standing open beside the machine with a stack of blank ruled cards, the rotor rims plain polished metal, all of it on a scrubbed deal table, a single work lamp hanging low over the box, warm brass rims catching the light against the grey painted room behind.

Wofür es benutzt wurde
Gerät des polnischen Biuro Szyfrów in Warschau, mit dem Marian Rejewski den Tagesschlüssel der deutschen Heeres-Enigma suchte. Es enthielt zwei gekoppelte Enigma-Walzensätze, gegeneinander um drei Stellungen versetzt, und ein Feld mit 26 Lampen. Für jede Walzenstellung zeigte es die Zykluslängen der Permutationen AD, BE und CF an. Damit legten die Polen einen Zettelkatalog aller 3! x 26³ = 105.456 Walzenstellungen an. Lag der Katalog vor, war der Tagesschlüssel nach Rejewskis eigener Angabe meist in zehn bis zwanzig Minuten gefunden.
Was daran neu war
Neu war nicht das Entziffern, sondern dass eine Eigenschaft der Maschine katalogisierbar wurde: Die Zykluslängen hängen allein von Walzenlage und Grundstellung ab, nicht vom Steckerbrett. Rejewski zerlegte das Problem damit in einen Teil, den man einmal ausrechnet und danach nur noch nachschlägt, und einen Rest. Der Widerhaken steckt im Zeitplan: Die Arbeit am Katalog zog sich nach Rejewskis Angabe über ein Jahr hin, weil sie neben dem laufenden Dienst lief - und am 2. November 1937, als der Katalog fertig war, tauschten die Deutschen die Umkehrwalze A gegen eine Walze B. Die Polen mussten von vorn anfangen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausEnigma I with Plugboard1932Rejewski beschreibt sein Zyklometer selbst: Hauptteil sind zwei Sätze von Chiffrierwalzen, verbunden durch stromführende Leitungen; der Strom läuft abwechselnd durch beide. Voraussetzung war die in Polen rekonstruierte Verdrahtung der Enigma, die deutsche Militäreinheiten mit Steckerbrett nutzten. Das Zyklometer, genauer der darauf beruhende Katalog, tat seinen Dienst bis zum 15. September 1938.Beleg: Marian Rejewski: An Application of the Theory of Permutations in Breaking the Enigma Cipher. Applicationes Mathematicae 16 (1980), Nr. 4 (Neusatz von Enrico Grigolon und Frode Weierud, 2002)

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